Mittwoch, 21. August 2019

Oldenburger Bulettenauflauf mit Kartoffeln & Möhren

 Es gibt mal wieder ein norddeutsches Rezept von mir. Der Oldenburger Bulettenauflauf lässt ja schon erahnen, aus welcher Ecke Norddeutschland das Gericht kommt 😉
Hinein kommen natürlich Kartoffeln und Buletten, damit es deftig wird. Möhren dürfen auch dabei sein und bei mir ausnahmsweise auch Champignons, weil die mir beim Einkaufen in de Korb gefallen sind. Die und andere wassereiche Gemüsesorten würde ich für dieses Gericht jedoch nicht empfehlen, da es zu stark auswässert. Kirschtomaten, die in diesem Gericht auch gerne dabei sein dürfen, sind noch okay. Keine Strauchtomaten oder andere größere Exemplare, da diese ebenfalls viel Wasser enthalten. Der Guss des Auflaufes besteht aus Creme Fraiche und Sahne, Eier sorgen dafür, dass die Masse im Ofen stockt und fest wird. Überbacken wird dieser doch gehaltvolle Auflauf mit ein bisschen Käse. Es ist schließlich windig und kalt im Norden, da muss man Masse haben, damit man nicht wegfliegt und so schnell friert! 😆
 
Norddeutsch und gehaltvoll - Sättigungsbeilage, Fleisch und Gemüse in eins

Zutaten für 4 sehr hungrige Esser und wenn es keinen Nachtisch gibt, ansonsten für 6 Normal-Hungrige:
600 g Kartoffeln
500 g Hackfleisch (bei mir halb und halb)
1 Ei
50 g Semmelbrösel
2 gehäufte TL Hackfleischgewürz
5 Möhren
1 Zwiebel
200 g Creme Fraiche
150 g Sahne
3 Eier
1 TL Salz
1 TL Paprikapulver
Pfeffer nach Belieben
eine Handvoll Kirschtomaten (optional)

100 g geriebener Gouda zum Bestreuen

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit Hackfleisch, Gewürz, Ei und Semmelbrösel miteinander vermengen und aus der Masse kleine Klößchen formen. Auf einem Teller ablegen.
In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen.
Zwiebel abziehen und würfeln, Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Beides in der Pfanne einige Minuten anschwitzen, anschließend beiseitestellen. Nun die Hackbällchen in der Pfanne mit etwas Öl von allen Seiten knusprig anbraten. 
Eine große Aufllaufform bereitstellen und mit wenig Butter fetten. Zuerst die Kartoffeln in robe Stücke schneiden (in etwa der Größe der Hackbällchen) und in die Form geben. Dafürber die Fleischbällchen verteilen und anschließend das gebratene Gemüse. 
Creme Fraich, Sahne, Eier, Salz und Paprika sowie Pfeffer verrühren und diese Masse über den Auflauf gießen. Zum Schluss den geriebenen Käse darüberstreuen. Im heißen Ofen bei 190 Grad Ober-/Unterhitze etwas 30-35 Minuten backen, bis die Masse gestockt und der Käse goldbraun ist. Dazu passt eine grüner Salat 😉


Print Friendly and PDF

Mittwoch, 24. Juli 2019

Matjes nach Hausfrauenart mit Quetschkartoffeln

Bald steht wieder ein Kochkurs für mich an zum Thema Norddeutsche Küche 🥳 Der letzte Kurs zu dem Thema kam so gut an, dass die Teilnehmer nach einer Fortsetzung gefragt haben! Gibt es ein schöneres Kompliment? 😃

Also probiere ich derzeit wieder ein paar alte Rezepte aus, um Fotos für die Rezeptesammlung zu haben und alles nochmal auf Gelingsicherheit zu testen 🤓
Meine Familie beschwert sich nicht, wenn ich wieder meine Nachkochliste abarbeite 😀

Den Anfang macht der Matjes nach Hausfrauenart. Hausfrauenart deshalb, weil jede Hausfrau ein anderes Rezept hat und es deshalb immer anders schmeckt. Manche machen ihn mit süßer Sahne, andere mit Schmand und saurer Sahne...Geschmäcker sind verschieden, also muss man immer mal wieder ein neues Rezept ausprobieren, finde ich! 
Mein Rezept heute hat eine kleine "Besonderheit". Zumindest habe ich die noch nicht gesehen in anderen Rezepten: Remoulade! Ich hätte vorab nicht gedacht, was das für ein Unterschied ist! Mir war die Sauce vorher etwas zu säuerlich wegen dem Gurkensud (bin da aber auch sehr empfindlich). Mit einem Esslöffel Remoulade war das "Problem" gelöst!
Ganz klassisch sind Zwiebeln, Apfel und Gewürzgurken - die kamen bei mir auch ganz normal hinein.

Dazu gab es Quetschkartoffeln. Die sind nicht sehr norddeutsch, aber ich wollte die schon länger ausprobieren und beides hat gut zusammen gepasst 👌 Meine Kartoffeln hätten allerdings ruhig brauner sein können, aber die Grillfunktion im Ofen war nicht so gut in Form und es hätte ewig gedauert. Da meine Familie schon mit den Füßen gescharrt hat und am Tisch saß, musste ich es deswegen abkürzen 😀
klassische norddeutsche Küche -  reich an Omega-3-Fettsäuren durch den Matjes

Zutaten für 4 Personen
Für den Matjes nach Hausfrauenart: 
8 Matjesfilets natur
200 g Schmand oder Creme fraiche
 EL Remoulade
150 g Vollmichjoghurt
Salz & Pfeffer
1 El Zitronensaft
1 gute Prise Zucker
1 Apfel
1 rote Zwiebel
4-5 Gewürzgurken (je nach Größe)
etwas Gurkensud 
50 ml geschlagene Sahne (optional; für mehr Volumen und Cremigkeit)
etwas Schnittlauch

Für die Quetschkartoffeln:
Kartoffeln
Salz & Pfeffer
Oregano
Butter oder Öl 

Zubereitung
Für den Matjes nach Hausfrauenart:
Matjes unter kaltem Wasser gut abspülen und trocken tupfen.
Schmand, Joghurt und Remoulade verrühren. Salzen und pfeffern. Zitronensaft und Zucker zufügen, sowie Gurkensud, damit das ganze verlängert/flüssiger wird.
Zwiebel abziehen, vierteln und in Scheiben schneiden.
Apfel waschen und in kleine Würfel schneiden.
Gewürzgurken in Scheiben schneiden. Diese drei Komponenten zum Joghurt-Schmand geben. Den Matjes entweder im Ganzen unter die Sauce heben oder vorher klein schneiden. Alles gut vermischen und mind. 2 Stunden durchziehen lassen im Kühlschrank.

Für die Quetschkartoffeln:
Kartoffeln ganz normal in Salzwasser garen (entweder mit oder ohne Schale). Auf ein Backblech geben oder besser in eine feuerfeste Ofenform, da die Kartoffeln mit der Grillfunktion des Ofens weitergaren und Backpapier dafür nicht ausgelegt ist und Feuer fangen könnte.
Ofen auf 230 Grad Grill vorheizen. Die Kartoffeln in der Auflaufform mit den Händen oder einer Abtropfkelle plattdrücken. Mit Öl oder Butter bestreichen bzw. beträufeln. Meersalz darüberstreuen. Ca. 10 Minuten grillen, aber die ganze Zeit dabei bleiben, weil die von jetzt auf gleich verbrennen könnten!
Wer auf Nummer sicher gehen will und Zeit hat, kann die auch normal bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für 20-30 Minuten backen. 
Anschließend mit Oregano und Pfeffer würzen (beides würde im Ofen verbrennen, deswegen kommt es erst danach drauf).

Quetschkartoffeln und Matjes zusammen auf einem Teller servieren und mit Schnittlauch bestreuen.


Donnerstag, 11. Juli 2019

Leichter Sommersalat mit Melone, Mozzarella & Serrano Schinken

Die heißen Tage, wo man nicht kochen mag, sind zwar gerade untergetaucht, aber ich bin mir sicher, dass sie uns diesen Sommer nochmal beehren werden. Für solche Tage bin ich gerüstet - mit diesem Melone-Schinken-Salat mit Mozzarella!

Super easy und schnell gemacht, Salat und Melone für die Flüssigkeitszufuhr, Vitamine und Frische, Serrano Schinken und Mozzarella als Eiweiß- und Salzspender 😉

Für eine eine Portion:
1/4 oder 1/2 Cantaloupe-Melone (meine war sehr klein)
2 Scheiben Serrano-Schinken (bei mir 20 g)
5 Mozzarella-Kugeln
1 Roma-Salat
ein paar Tropfen gutes Olivenöl

Zubereitung:
Melone von der Schale und den Kernen befreien und in Würfel schneiden. Den Schinken entweder mit den Fingern etwas auseinander rupfen oder mit einem Messer schneiden.
Den Salat waschen und mit einem Messer in "Scheiben" schneiden. Die Mozzarella-Kugeln einmal halbieren. Alle vier Komponenten  auf einen Teller verteilen und mit Olivenöl besprenkeln.
Print Friendly and PDF

Samstag, 22. Juni 2019

Pasta mit leichter Möhren-Champignon-Sahnesauce

 Champignons-Rahmsauce kann schon was Leckeres sein. Allerdings auch sehr mächtig. Deshalb mische ich Sahne mit etwas Milch um die Sauce ein wenig fettärmer zu gestalten, aber nicht zu sehr an Geschmack einzubüßen 😉 Außerdem verwende ich immer Dinkelnudeln stattt Weizennudeln. Auf meine Portion habe ich noch extra Petersilie und Hanfsamen gestreut, ist aber kein Muss!

Klassiker etwas figur freundlicher - einfach und lecker - zu jeder Jahreszeit


Zutaten für eine Portion:
90 g Pasta nach Wahl
3 große Champignons (ca. 150 g)
2 kleine Möhren
1 kleine Zwiebel
ca. 50 ml Sahne
100 ml Milch
ggf. etwas Mehl zum Andicken der Sauce
Salz & Pfeffer
1 TL Gemüsebrühe
1 EL gehackte Petersilie (TK, frisch oder getrocknet) + etwas mehr zum Bestreuen

Zubereitung:
Pasta nach Packungsanleitung al dente garen. In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in Scheiben oder Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, zuerst die Zwiebeln glasig andüsten, dann die Möhren zufügen und zuletzt die Champignons. Alles ein paar Minuten anbraten bis die Pilze ihr Wasser verloren haben und die Möhren nahezu gar sind. Sahne und Milch zufügen, ebenso die Gemüsebrühe einrühren und weitere Minuten köcheln lassen. Ist noch zu viel Flüssigkeit vorhanden, etwas Mehl unterrühren und einmal hochkochen lassen. Salzen und pfeffern und die gehackten Kräuter zufügen. Die Nudeln abgießen und mit der Gemüse-Sauce vermengen. Alles auf einem Teller anrichten, mit den restlichen Petersilie bestreuen und servieren.
Print Friendly and PDF

Sonntag, 9. Juni 2019

Zitronen-Hirse mit Knusper-Feta & Zucchini

Heute habe ich eine leckere Sommerkombi für Euch: Fruchtige Hirse, gebratene Zucchini mit italienischen Kräutern (italienisch schmeckt für mich immer nach Sommer) und knusprig angebratener Feta, der beim Anschneiden ein wenig zerläuft... 
Wer hat noch keinen Hunger bekommen? 😉
Vegetarischer Sattmacher - statt Hirse geht auch Couscous - statt Zucchini Paprika

Zutaten für 1 Person:
Für de Zitronenhirse:
60 g Hirse
2 EL Petersilie, gehackt
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
ein paar Spritzer Zitronensaft
Salz

Für den Knusper-Feta:
150 g Feta
1/2 verschlagenes Ei
etwas Mehl und Semmelbrösel zum Panieren 
(geschrotete) Leinsamen (optional)
Rapsöl zum Anbraten

Für das Zucchini-Gemüse:
1 kleine Zucchini
Salz & Pfeffer
Olivenöl zum Anbraten
Italienische Kräuter

Zubereitung:
Die Hirse nach Packungsanleitung garen. Anschließend mit Petersilie vermengen und mit Zitrone abschmecken.

Für den Knusper-Feta den Feta in Würdel schneiden. Diese Würfel erst in Mehl wenden, dann in Ei wenden und anschließend mit Semmelbröseln und wer mag - mit Leinsamen panieren. Den Feta in einer heißen Pfanne von den Seiten anbraten bis er knusprig ist.

Die Zucchini waschen, die Enden entfernen. In kleine Würfel schneiden und in einer heißen Pfanne mit Olivenöl anbraten. Salzen und pfeffern und nach Geschmack Kräuter zufügen.

Alle drei Komponenten auf einem Teller anrichten und genießen :)
 


Print Friendly and PDF

Sonntag, 26. Mai 2019

Vegetarischer Brotbelag: Möhren-Nuss-Aufstrich mit Curry

Heute habe ich einen vegetarischen Aufstrich für Euch! Den gab es neulich in meinem Kurs zum Thema "Frühstücksrezepte" neben Eiersalat, süßen Aufstrichen wie Lemon Curd und Chia-Konfitüre und selbstgebackenem Brot. Der Aufstrich kam super an und deshalb möchte ich ihn hier gerne teilen. Sogar mich hat der überzeugt, obwohl ich herzhafte Aufstriche sonst nicht so mein Ding sind 😉
 
Das Brot ist das Dinkel-Haferflockenbrot ohne Hefe von meinem Backblog.
Vegetarischer Brotaufstrich - exotische Note - mit Gemüse & Nüssen

Zutaten für ein zwei kleine Schälchen voll (sh. Foto):
3 Möhren (etwa mittelgroß)
4 EL gemahlene Haselnüsse*
1 EL Olivenöl
200 g Frischkäse natur
1 TL Currypulver
Salz nach Belieben


*alternativ gemahlene Walnüsse oder Mandeln

Zubereitung:
Zuerst die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Anschließend beiseite stellen zum Auskühlen.  Als Nächstes Möhren schälen und die Enden entfernen. Fein raspeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenraspel darin glasig andünsten, das dauert ein paar Minuten. Nüsse und Möhren nun mit Frischkäse in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren. Mit Currypulver und Salz abschmecken. Den fertigen Aufstrich in ein Schälchen füllen und nach Belieben mit gehackter Petersilie dekorieren.
Der Aufstrich hält sich 3-4 Tage lang, luftdicht verpackt und kühl gelagert.

Print Friendly and PDF

Sonntag, 19. Mai 2019

Bratkartoffel-Quiche mit Spargel & Möhren

Neulich Abend habe ich mit Freunden eine Quiche gebacken. Ich hatte noch Spargel von den Grissini und dem Hirsesalat mit Himbeeren übrig, der verwertet werden wollte. Eingewickelt in einem feuchten Tuch hält sich Spargel auch nur 2-3 Tage im Kühlschrank frisch, die drei Tage habe ich mit den vergangenen Rezepten ausgeschöpft gehabt 😉
Sehr deftig durch den Speck und Bratkartoffel-Aroma -  sehr sättigend auch durch den Vollkornteig - ideale Resteverwertung für Spargel & Co.

Bratkartoffel-Quiche mit Spargel & Möhren
Mürbeteig:
120 g Dinkemehl Typ 630
80 g Roggenmehl Typ 1150*
75 g weiche Butter
1 Ei
2 EL kaltes Wasser

Füllung:
Rapsöl zum Anbraten
3 große Kartoffeln
100 g Speck**
1-2 Zwiebeln (je nach Größe)
200 g grüner Spargel (5-6 Stangen für die Deko oben zur Seite legen)
2 mittelgroße Karotten 
 1 rote Paprika
200 g Creme Fraiche
2 Eier
Salz & Pfeffer
Petersilie, fein gehackt 
1 Kugel Mozzarella 

* oder mehr Dinkelmehl
**ür die vegetarische Variante einfach weglassen und dafür mit geräuchertem Paprikapulver würzen.

Zubereitung:
Für den Teig alle Zutaten mit dem Knethaken oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Form mit dem Teig auskleiden, mit einer Gabel mehrmals einsteichen. Bei 200 Grad Ober/Unterhitze für 10 Minuten vorbacken. 

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer großen Pfanne mit Rapsöl 5-8 Minuten anbraten, je nach Größe der Würfel. Fein geschnittene Zwiebelstückchen zu geben, ebenso den Speck. In einer weiteren Pfanne das restliche Gemüse ein paar Minuten anschwitzen: Dafür die Paprika waschen und in Würfel schneiden. Die Karotten schälen und ebensfall klein schneiden. Den Spargel schälen und in  etwa 2-3 cm lange Stücke schneiden. Wenn das Gemüse und die Bratkartoffeln gar sind, beides vermischen und auf den vorgebackenen Mürbeteigboden geben. In einem hohen Gefäß Creme Fraiche und Eier verquirlen, salzen und pfeffern und Petersilie hinzufügen. Diese Masse über das Gemüse gießen. Mit einer Gabel alles vermischen, sodass überall Eiermasse hinkommt. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Den restlichen Spargel auf die Quiche-Masse legen. Den Mozzarella dazwischen legen. Die Quiche bei 200 Grad ca. 45-50 Minuten backen, bis die Masse gestockt und die Oberfläche angenehm gebräunt ist. Warm servieren.


Sonntag, 12. Mai 2019

Spargel-Grissini mit Quark-Öl-Teig

Mein zweites Spargelrezept für dieses Jahr ist da!
Diese Grissini mit Spargel wollte ich schon letztes Jahr machen, aber ich bin darüber hinweggekommen, keine Ahnung wieso. Ich glaube, ich dachte, die Spargel-Grissini wären aufwendig 😆  Spoiler: Die sind kein bisschen aufwendig, ich stand keine 10 Minuten in der Küche um die zu machen 😉 Noch schneller geht es nur, wenn man sich einen Fertigteig mit unnötigen Zusatzstoffen, Palmöl und Glukosesirup kauft 😜
 Warmer Snack - ohne Hefe - Einfacher als es aussieht
Zutaten für ca. 20 Stück:
75 g Dinkelmehl Typ 630
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
25 ml Öl (Raps oder Olive)
25 ml Milch
35 g Quark

20 Stangen grüner Spargel

Zubereitung:
Spargel in leicht gesalzenem Wasser garen, das dauert je nach Dicke der Stangen 3-7 Minuten. Nach dem Kochen den Spargel sofort mit kaltem Wasser abschrecken, damit dieser die grüne Farbe behält. Gut abtupfen und kurz zur Seite legen.

Für den Teig die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Öl, Milch und Quark hinzufügen. Alles mit dem Knethaken oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen, mit einem scharfen Messer in dünne Streifen schneiden. Jeden Teigstreifen um je eine Stange Spargel aufwickeln. Die fertig gewickelten Spargel-Grissini auf ein Backblech legen und im Ofen bei 200 Grad 15 Minuten backen, sodass die Grissini leicht gebräunt sind. 
Unbedingt warm verzehren!

Bei mir gab es dazu einen Kräuterquark-Dip mit Hanfsamen :)

Print Friendly and PDF

Freitag, 3. Mai 2019

Hirse mit Spargel, Himbeeren & Pekannüssen

Der erste Spargel ist das! Also eigentlich schon länger, aber Anfang April ist einfach noch zu früh für Spargel. Meist kommt dieser dann noch aus dem Ausland und Supermark-Spargel ist oft schon in den Regalen ausgetrocknet. Der grüne Spargel aus Deutschland lässt sowieso immer noch ein wenig länger auf sich warten. Aber gestern auf dem Wochenmarkt in Münster habe ich ihne endlich entdeckt! Und deshalb läute ich hiermit die Spargel-Saison ein 😊 Ich habe auch schon ein paar Ideen, die ich hoffentlich in nächster Zeit umsetzen kann...
Aber heute kommt erstmal die Hirse-Spargel-Pfanne auf den Tisch! Zugegeben - Himbeeren gibt es noch nicht aus deutschem Anbau, aber auch diese haben mich beim Wochenmarktbesuch so herzlich angelacht, dass ich nicht wiederstehen konnte. Die Kirschtomaten kamen dagegen schon wieder aus Deutschland, ebenso die Hirse. Bei Hirse lege ich schon Wert drauf, dass sie aus Deutschland kommt. Bisher habe ich leider nur welche im Biomarkt entdeckt, der etwas weiter weg ist, aber eine Packung Hirse reicht sowieso ein paar Monate bei mir 😉
 
Unter den Zutaten habe ich euch Alternativen geschrieben, die ich mir auch sehr gut vorstellen kann. Mit Hirse und/oder Quinoa ist dieses Gericht voller Nährstoffe, Pekannüsse liefern viele ungesättigte Fettsäuren, die positiv für unseren Körper sind. Dazu noch reichlich Vitamine und Mineralstoffe, die unser Körper für alltägliche Prozesse braucht. Spargel ist sehr kalorienarm und ebenfalls voll mit Nährstoffen. In diesem Gericht verwende ich Olivenöl und Butter gemischt, Olivenöl wegen den sekundären Pflanzenstoffe und Butter für den Geschmack. Für die vegane Variante lässt man diese aber einfach weg.
 
ohne Butter auch vegan - bunt & voller Nährstoffe - so schmeckt der Frühling

Zutaten für eine große Portion:
ca. 1 EL Rapsöl
70 g Hirse (vorher abspülen und abtropfen lassen)*
1 Zwiebel
Salz 
Fein gehackte Petersilie (egal ob TK oder frisch)

200 g grüner Spargel
1 Handvoll Himbeeren**
1 Handvoll Pekannüsse***
2 Hände Kirschtomaten
Olivenöl & Butter (oder nur eines davon)
2 Prisen Vanillezucker
Salz & Pfeffer

* statt Hirse kann man auch Couscous oder Quinoa verwenden
**auch Erdbeeren passen hervorragend zu Spargel!
***alternativ gehackte Haselnüsse 

Zubereitung:
Einen kleinen Topf mit etwas Öl erhitzen. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Im Öl glasig andünsten, dann die abgetropfte Hirse zufügen, 1-2 Minuten anrösten und anschließend mit Wasser aufgießen. Salzen und ca. 20 Minuten oder je nach Packungsanleitung garen.

Währenddessen den Spargel schälen, bei grünem Spargel nur das untere Drittel. Spargel immer schräg einschneiden, das längliche Stücke entstehen. Eine große Pfanne mit etwas Olivenöl und Butter erhitzen und den Spargel darin ca. 8 Minuten (kommt auf die Dicke der Standen an) anbraten, etwas Vanillezucker zufügen. Nach 3 Minuten die Pekannüsse zufügen, kurz vor Ende die Kirschtomaten.

Die fertige Hirse abtropen lassen, mit der Petersilie vermengen und auf einen Teller anrichten. Das Gemüse obendrauf geben. Zum Schluss die Himbeeren verteilen.
Print Friendly and PDF

Mittwoch, 24. April 2019

Kartoffel-Pasta [Leckere Resteverwertung]

Neulich habe ich wieder Pasta gemacht. Dieses Mal aber ein wenig anders als sonst. Beim Durchstöbern meines Pasta-Buches habe ich zufällig ein Rezept für Pasta mit Kartoffeln gesehen. Da ich hatte noch Kartoffeln vom Vortag übrig hatte, die verbraucht werden sollten, kam dieses Rezept wie gerufen. 
Dadurch dass gekochte Kartoffeln in den Teig kommen, benötigt man weniger Ei, da Kartoffeln durch die enthaltene Stärke ebenfalls hervorragend binden.

Fazit: Die fertige Pasta braucht zum Trocknen deutlich länger und man braucht mehr Mehl beim Ausrollen, da der Teig recht schnell aneinanderklebt. NIchtsdestotrotz ließ sich der Teig gut verarbeiten. Geschmacklich schmeckt man im Endergebnis aber keine deutliche Kartoffel-Note heraus. Ich finde das Rezept aber dennoch gut als Resteverwertung für Kartoffeln vom Vortag, wenn man gerade keine Lust auf Bratkartoffeln hat, aber dafür auf Pasta! 😉

Dazu gab es Paprika-Pesto und Burrata.
Zutaten für 4 Personen:
100 g gekochte Kartoffeln (vom Vortag)
300 g Mehl (bei mir Dinkelmehl Typ 630 und 1050 gemischt)
1 TL Salz
2 Eier
2 EL Olivenöl
1 EL kaltes Wasser

Zubereitung:
Die Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken oder fein stampfen. Es sollten wirklich keine kleinen Klümpchen mehr zu sehen sein. Mehl mit Salz mischen und zu den Kartoffeln geben. Eier miteinander verrühren und mit dem Olivenöl und Wasser zufügen. Mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Falls dieser zu bröselig sein sollte, mehr Wasser zufügen.  
Den Teig 30 Minuten bei Zimmertemperatur - abgedeckt mit einem Küchentuch - ruhen lassen. Anschließend in 5-6 Portionen teilen und diese einzeln durch die Nudelmaschine jagen. Ich fange bei Stufe 0 an und klappe den Nudelteig dann immer einmal um, sodass zwei Schichten entstehen und walke ihn dann erneut durch. Den Vorgang wiederhole ich 6-7 Mal. Dann geht es mit Stufe 1 weiter bis Stufe 8. Bei den Stufen ziehe ich den Pasta-Teig nur einmal durch. Zwischendurch die entstandenen Teigplatten immer mal wieder mehlen, damit nichts klebt. Die hauchdünnen Teigplatten im Anschluss ca.15 Minuten ruhen lassen. Hierbei kommt es auf die Zimmertemperatur an, im Sommer sind die recht schnell angetrocknet, im Winter dauert es etwas länger. Im nächsten Schritt die Teigplatten in das gewünschte Nudelformart schneiden. Entweder per Hand und mit einem Messer oder Teigrad oder mit der Nudelmaschine.
Print Friendly and PDF

Dienstag, 2. April 2019

Schinkenschnecken mit Paprika

 Neulich als ich zu Hause bei meinen Eltern war, gab es diese Schinkenschnecken mit Paprika aus Quark-Öl-Teig. Dieser Teig ist blitzschnell gemacht und schmeckt warm aus dem Ofen himmlisch und ist sehr locker. Ich bereite Teige in der Regel mit Dinkelmehl zu, wie auch hier. Herkömmliches Weizenmehl Typ 405 funktioniert ebenso. Vollkornmehl ist bei Quark-Öl-Teig nicht empfehlenswert, da es das Gebäck sehr schwer macht.
In den Schnecken ist auch Käse versteckt, in meinem Fall Mozzarella, wer aber auf reiferen Käse steht, kann Emmentaler oder Bergkäse verwenden. 
Für die vegetarische Variante lässt man den Kochschinken einfach weg, ich empfehle dann einfach mehr zu würzen, vor allem mit geräuchertem Paprikapulver. 
Auch vegetarisch sehr lecker - schmecken warm am besten - dazu passt Salat

Zutaten für 4 Personen
Quark-Öl-Teig:
150 g Quark
1 Ei
90 ml Milch
1/2 TL Salz
6 EL Rapsöl
300 g Dinkelmehl Typ 630
2 TL Weinsteinbackpulver

Füllung:
150 g Frischkäse
1-2 Paprikaschoten (je nach Größe)
3 Lauchzwiebeln
1 Kugel Mozzarella (125 g)
150 g Kochschinken 

Zubereitung: 
Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Quark, Ei, Milch, Salz und Öl verrühren. Mehl und Backpulver mischen und kurz unter die Quarkmasse kneten. Wenn der Teig zu klebrig sein sollte, mehr Mehl verwenden. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck mit den Maßen 45 x 30 cm ausrollen.

Den Frischkäse auf diese Teigplatte streichen, dabei einen Rand von ca. 2 cm freilassen. Die Paprika waschen, den Strunk und das Innere entfernen und fein würfeln. Lauchzwiebeln waschen, die Enden entfernen und in feine Ringe schneiden. Den Schinken in kleine Stücke schneiden, ebenso den Mozzarella und beides zusammen mit dem Gemüse auf dem Frischkäse verteilen. Die Fläche pfeffern und wenig salzen (wer keinen Schinken verwendet, kann etwas mehr Salz zufügen). Für die vegetarische Variante empfehle ich das Ganze mit geräuchertem Paprikapulver zu würzen.
Die Fläche von der Längsseite her aufrollen zu einer Rolle und diesemit einem scharfen Messer in 16 Stücke schneiden. Die Schnecken mit der Schnittkante nach oben in eine gefettete Auflaufform dicht an dicht setzen. Im Ofen ca. 40 Minuten backen bis die Schnecken leicht gebräunt sind.
Print Friendly and PDF

Sonntag, 24. März 2019

Apfel-Speck-Pannekoeken mit Ahornsirup

Für meinen Kochkurs "Norddeutsche Küche" habe ich neben dem Bauernfrühstück, dem Matjes-Tatar und Pannfisch u.a. auch diese Pannekoeken/Pfannkuchen aufgetischt bzw. von den Kursteilnehmern zubereiten lassen. Im Anschluss haben wir alle Gericht gemeinsam verzehrt. Von der Kombination von Apfel, Speck und Ahornsirup waren die Teilnehmer sehr angetan und wenn es nicht noch so viele nachfolgende Speisen gegeben hätte, hätten viele (mich eingeschlossen) wahrscheinlich noch Nachschlag verlangt. Aber die Pfannkuchen sättigen doch ganz schön...

Salzig trifft süß - regionale Küche aus dem Norden - sehr sättigend

Zutaten für 4 Personen:
200 g Mehl
1 Prise Salz & Zucker
1 TL Backpulver
4 Eier
250 ml Milch
4-8 Scheiben Frühstücksspeck
2 Äpfel
Öl zum Anbraten der Pfannkuchen
4  EL Ahornsirup

Zubereitung:
Mehl mit Backpulver in einer Schüssel mischen und eine Mulde formen. In die Mulde zwei Eier geben sowie 2 Eigelbe. Die beiden Eiklar separat mit einer Prise Salz steif schlagen. Milch zum Mehl geben und alles verrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben und den Pfannkuchen 10 Minuten quellen lassen. Währenddessen die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne die Apfelspalten mit etwas Wasser ca. 5 Minuten dünsten. In einer weiteren Pfanne den Frühstücksspeck knusprig und ohne Fettt (!) anbraten. Eine große Pfanne mit Öl erhitzen und die Pfannkuchen darin nachheinander ausbacken. Aus der Menge Pfannkuchenteig bekommt man entweder 4 dicke Pfannkuchen heraus oder 7-8 dünne Pfannkuchen.
 Die fertigen Pannekoeken zum Warmhalten in den Ofen stellen bei 50 Grad. Anschließend auf eine Hälfte eines jeden Pfannkuchens Apfelspalten verteilen und den Speck. Zum Schluss Ahornsirup darübergießen und die leere Hälfte des Pfannkuchens darüberklappen.

Print Friendly and PDF

Sonntag, 17. März 2019

Vegetarisches Bauernfrühstück

Eigentlich sollte das Gericht hier gar nicht vegetarisch werden. Ich habe das Bauernfrühstück bei meinen Eltern gemacht und die mögen es lieber mit ein bisschen Schinkenwürfel. Aber irgendwie habe ich die beim Kochvorgang total vergessen, ich hatte nebenbei nämlich auch noch den Teig für einen Kuchen angerührt und daran gedacht, es zu fotografieren...und dann war der Gedanke an den Speck weg! Geschmeckt hat es allen zum Glück trotzdem, aber es war doch sättigender als man im Vorfeld dachte. Aber genau deshalb heißt es ja Bauernfrühstück, weil es ja sättigend für den Tag sein sollte, damit der Bauer nicht um 10 Uhr morgens schon wieder ein Hüngerchen verspürt. Obwohl ich es auch nicht so produktiv finde, mit vollem Bauch zu arbeiten, ich werde dann nämlich immer sehr träge und müde 😄 Aber gut, ich bin ja auch kein Bauer, vielleicht ist das bei denen anders 😉

Schmeckt auch kalt sehr gut -  für die Fleischesser noch 100 g Bauchspeck anbraten und untermischen - sehr sättigend

Zutaten für vier Personen:
1000 g Kartoffeln, festkochend + 2 TL Salz
1 Gemüsezwiebel
1 -2 rote Paprika
250 g Champignons
4 Frühlingszwiebeln*
1 Päckchen Gartenkresse (optional)
4 EL Rapsöl
je 1 TL Salz & Pfeffer 
6 Eier
ein Schuss Milch
 Petersilie und Schnittlauch (frisch, TK  oder getrocknet)

*habe ich dieses Mal weggelassen, da sie aus Ägypten kamen und ich das nicht so gut finde, in ein paar Wochen kommen sie ja auch wieder aus Deutschland.

**Auch Tomaten passen in dieses Gericht!

Zubereitung:
Die Kartoffeln im Salzwasser garen, dies dauert je nach Größe 15-20 Minuten. Auch Kartoffeln vom Vortag sind geeignet für dieses Gericht. DIe Kartoffeln sollten kalt sein.
Eine Pfanne mit Öl erhitzen (Eisenpfannen benötigen mehr Fett!). Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und in die heiße Pfanne geben. Die Bratkartoffeln werden besonders gut, wenn man sie schwenkt und nicht mit einem Pfannenwender ständig hin und her wendet. Allerdings kommt es stark auf die Pfanne an, die man verwendet, bei vielen setzen die Kartoffeln am Boden an und brennen fest. Bevor das passier, sollte man doch zum Pfannenwender greifen. 

Während die Kartoffeln braten, das Gemüse vorbereiten. Die Paprika halbieren, Kerne entfernen und waschen. Die Champignons bürsten oder kurz unter Wasser abspülen, aber dann auch gut abtupfen. Die Zwiebel abziehen und grob hacken. Die Paprika in kleine Würfel schneiden, die Champignons können etwas größer bleiben, da sie in der Pfanne noch zusammenschrumpfen. Eine kleine Pfanne mit Öl erhitzen und die Champignons separat anbraten, damit das Wasser, welches austritt, das Gericht nicht wässrig macht.
Wenn die Kartoffeln schon etwas knusprig sind, die Zwiebeln zufügen. Nach 2-3 Minuten die Paprikawürfel. Wenn die Champignons angebraten sind, können sie ebenfalls zu den Kartoffeln. Nun in einem Messbecher die Eier mit etwas Milch verschlagen, leicht salzen und pfeffern und die Kräuter zufügen. Alles über die Kartoffel-Gemüse-Pfanne gießen und die Pfanne - sofern es geht! - in den Ofen stellen und dort bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 12-15 Minuten stocken lassen.

In der Zwischenzeit Frühlingszwiebeln waschen und die Enden entfernen. In kleine Ringe schneiden, die Gartenkresse ernten. Wenn das Bauernfrühstück fertig ist, aus dem Ofen holen und mit den Frühlingszwiebeln, Kresse und Petersilie und Schnittlauch garnieren. In vier gleichgroße Portionen teilen und servieren.
Print Friendly and PDF