Mittwoch, 5. August 2020

Empanadas mit käsiger Gemüse-Hackfleischfüllung

Neulich habe ich zum ersten Mal Empanadas gemacht! Ich habe mich ja ein wenig geärgert, dass ich erst so spät auf diese südamerikansiche Leckerei aufmerksam geworden bin :D Der Teig ist easy peasy zubereitet und lässt sich super verarbeiten und was die Füllung angeht, kann man hier nach Lust und Laune alles reinhauen was geht. Von herzhaft bis süß, von deftig mit Fleisch bis vegan...hier ist alles möglich. Ich habe mich etwas an der klassischen Füllung orientiert und eine Gemüse-Hackfleisch-Füllung verwendet. An Gemüse kam rein, was da war. Und Käse zum Schluss durfte auch nicht fehlen 😋
Zutaten für etwa 14 Stück
Für den Teig:
250 g Mehl
0,5 TL Salz
1 TL Zucker
50 g sehr weiche Butter
100 ml Wasser

Für die Füllung:
1/2 rote Paprika
1 Schalotte
1 Möhre
1 kleine Zucchini
1 kl. Süßkartoffel
1 Strauchtomate
100 g Hackfleisch
1 Knoblauchzehe
etwa 150 ml passierte Tomaten
1 Schuss Milch
1 Handvoll gehackter Walnüsse
1/2 Kugel Mozzarella
Salz & Pfeffer
Geräuchertes Paprikapulver, Cayenne-Pfeffer, Petersilie nach Belieben

Zubereitung:
Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten, in Folie einwickeln und eine halbe Stunden kaltstellen. Währenddessen die Füllung zubereiten.

Dafür in einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Alles Gemüse waschen bzw. schälen und so fein wie möglich schneiden/würfeln. Das fein geschnittene Gemüse in der Pfanne anbraten. In einer weiteren Pfanne das Hackfleisch in etwas Öl anbraten, das Gemüse zufügen und dann mit den passierten Tomaten ablöschen und etwa 10 Minuten einköcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken und einem Schuss Milch abrunden. Zuletzt die Walnüsse und zerrupften Mozzarella unterheben.

Den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Anschließend etwa 10-12 cm breite Kreise ausstechen. Die Ränder dieser Kreise mit etwas Wasser befeuchten. Mittig in die Kreise gebt ihr jetzt einen EL Füllung, klappt dann eine Seite über die andere und verschließt die Taschen, in dem ihr mit den Fingern die Ränder aneinanderdrückt. Am besten setzt ihr sie hochkant auf das Backblech, dann behalten sie die Form. Mit den Fingern könnt ihr die Ränger noch etwas ausformen. Für einen schöne Bräunung bestreicht sie vor dem Backen noch mit etwas Eiermilch oder purer Milch.

Die Empanadas backen im heißen Ofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 20-25 Minuten. Sie sollten goldbraun sein. Noch heiß aus dem Ofen sind sie lecker, aber auch kalt am nächsten Tag ein Genuss!

Mittwoch, 15. Juli 2020

Brokkoli-Kartoffel-Suppe mit Quinoa-Topping

 Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Rezept für Euch! Es handelt sich hierbei um eine leckere Suppe. Momentan ist es ja nicht so mit dem Sommerwetter, da darf es schon mal etwas Wärmendes sein. Kartoffelsuppe ist sowieso ein Klassiker und da Brokkoli nun auch Saison hat, darf er auch dieser hinein 😉

Als Topping gab es bei mir Quinoa, geröstet Kichererbsen (von Hülsenreich) und Sonnenblumenkerne. Letzteres liefert ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe, die Kichererbsen pflanzliche Proteine in Hülle und Fülle und Quinoa ebenso viele Nährstoffe und auch Ballaststoffe. Besonders gut: Der Quinoa kommt aus dem Münsterland! Ich kaufe den sehr gerne im Unverpackt-Laden in Münster ein :)
Zutaten für 1-2 Portionen, je nach Hunger:
1/4-1/2 Kopf Brokkoli (je nach Größe)
2-3 Kartoffeln (etwas mittelgroß)
1 Zwiebel
Gemüsebrühe
1 Schuss Sahne oder Milch
Salz & Pfeffer

Topping (optional, aber lecker!):
2-3 EL gekochter Quinoa
1 EL geröstete Kichererbsen (ich beziehe meine von Hülsenreich)
1 EL Sonnenblumenkerne

Zubereitung:
In einem Topf etwas Rapsöl erhitzen. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Im heißen Öl bei geringer Hitze glasig andünsten. In der Zeit die Kartoffeln schälen und fein würfeln. Brokkoli waschen und in kleine Röschen zupfen. Beides zu den Zwiebeln geben und anschwitzen. Anschließend mit so viel Gemüsebrühe ablöschen, sodass das Gemüse bedeckt ist. Bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind. Salzen und pfeffern und danach fein pürieren. Die Suppe in einer Schüssel anrichen und mit gekochtem Quinoa, gerösteten Kichererbsen und Sonnenblumenkernen bestreuen.

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Sonntag, 5. Januar 2020

Milchnudeln wie von früher

 Hände hoch, wer kennt alles Milchnudeln?🙆
Ich mochte dieses Gericht als Kind überhaupt nicht, damals fand ich süße Nudeln in Milch gegart ganz schrecklich. Vor einiger Zeit aber spukte mir das Gericht im Kopf herum und ich habe es nicht vergessen können. Also habe ich mich in die Küche gestellt und es nachgekocht. Was soll ich sagen? An einem kalten Wintertag oder Tagen, wo man mal keine Lust auf Gemüse oder herzhafte Speisen hat, tun Milchnudeln der Seele gut! Natürlich mit Zimt und Vanille und wer mag, mit ein bisschen Obst. Hier eignen sich Äpfel oder Mandarinen ganz gut. Oder heiße Himbeeren oder eingedickte warme Kirschen. Yum!😋
Für eine Person:
300 ml Vollmilch
90 g Pasta (bei mir kurze Maccaroni) 
1 TL Zucker
1 Msp Zimt und Vanilleextrakt
1 Prise Salz
1 TL Stärke oder für mehr Vanillegeschmack: Puddingpulver Vanille, mit etwas Wasser glattgerührt
50 g steif geschlagene Sahne (optional)

Zimtzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Die Milch mit dem Zucker aufkochen und Nudeln zufügen. In der Milch solange garen bis die Pasta al dente ist. Zimt, Vanille und Salz zufügen. Überschüssige Milch mit dem glattgerührten Stärkegemisch abbinden, erneut aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Wer mag, kann noch etwas steif geschlagene Sahne unterheben. Die Milchnudeln in einen Schüssel oder tiefen Teller geben und mit Zimtzucker bestreuen. Die Milchnudeln sofort verzehren, da sie durch die enthaltene Stärke mit der Zeit zu sehr andicken.

Mit diesem Rezept nehme ich bei der Foodblog Party "Leckeres für jeden Tag" teil!
Mit dabei sind noch folgender Blogger:

Conny von Mein wunderbares Chaos
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Tina von Küchenmomente
Tanja von Liebe & Kochen
Britta von Backmaedchen 1967  
Jill von Kleines Kuliversum 
Silke von Blackforestkitchen
Sylvia von Brotwein
Ronald von Fränkische Tapas
Frances von carry on cooking
Izabella von Haus und Beet
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Freitag, 6. Dezember 2019

Rote Bete Risotto mit Walnuss-Krokant

 Momentan bin ich im Risottofieber und es gibt mindestens einmal die Woche bei mir Risotto - immer mit einer regionalen Gemüsesorte! Zuletzt war es mit Kürbis und heute ist es mit Rote Bete. Demnächst wird es ein Grünkohl-Risotto geben und eines mit Schwarzwurzel will ich auch nochmal probieren! 

Meist esse ich das Risotto als Hauptgericht. Manchmal brate ich dazu ein Stück Seelachsfilet an, mal gibt es als Topping geröstete - oder wie heute - karamellisierte Nüsse.

Für das Rezept habe ich längliche Rote Bete verwendet. Diese habe ich im Hofladen zum ersten Mal entdeckt und direkt mitgenommen. Die normale Knollen-Rote Bete funktioniert aber natürlich genauso!
Eyecatcher auf dem Teller -  mit wenigen Zutaten - mit Knuspereffekt durch das Krokant

Zutaten für eine Portion:
50 g Risottoreis (Rundkornreis)
2 kleine Rote Bete Knollen
1 Zwiebel
ca. 350 ml Wasser 
1-2 TL Gemüsebrühe
1 Msp Ingwer (wer es gerne mag, nimmt mehr)
1 TL Butter (optional)

Für das Walnuss-Krokant:
20 g Walnüsse, entweder halbe oder gehackt
1 TL Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
 Für das Krokant Zucker und 1 EL Wasser in eine Pfanne geben und erhitzen bis der Zucker flüssig wird. Bei mittlerer Hitze die Walnüsse zufügen und hin und her schieben, damit diese vollständig mit dem Zuckerwasser benetzt sind. Solange erhitzen bis der Zucker wieder kristallin wird. Auf einen Teller geben zum Abkühlen.

Für das Risotto die Zwiebel abziehen und fein hacken. In einem kleinen Topf die Zwiebel in etwas Öl anbraten. Die Rote Bete mit Handschuhen schälen und in kleine Würfel schneiden. Zu den Zwiebeln geben und etwas andünsten. Dann den Reis zufügen, 1-2 Minuten weiterbraten und mit einem Teil des Wassers ablöschen, Brühe zufügen. Den Reis nun köcheln lassen bis er weich ist. Zwischendurch mit Wasser aufgießen, damit er das Risotto nicht am Topfboden ansetzt. Den Ingwer unterrühren. Wenn das Risotto fertig ist, etwas Butter unterheben. Das Risotto auf einen Teller anrichten und mit dem Walnuss-Krokant bestreuen. Ich habe dazu noch Rote Bete Chips und rote Apfelspalten gegessen.

Sonntag, 10. November 2019

Kürbis-Risotto [Ohne Wein und ohne Käse - So ein Käse?!]

 Long time no see - Risotto!
Passend zur Jahreszeit mit Kürbis und Pastinake, wobei die Pastinake nur die Krönung ist und der Kürbis im Inneren des Risottos steckt 😉 Dazu Walnüsse - auch die kommen derzeit aus heimischen Gefilden. So haben sich am Ende einige saisonale und regionale Lebensmittel zusammengefunden um stellen einen leckeren herbstlichen Gaumenschmaus dar.
Wie in meinen anderen Risotto-Rezepten auch, verwende ich keinen Weißwein. Auch Parmesan kommt mir nichts ins Gericht hinein. Wer gegen beides aber keine Abneigung hegt, darf ruhig beide Zutaten zum Veredeln nutzen.
Herrlich herbstlich - mit vielen saisonalen Zutaten


Zutaten für eine gute Portion:
200 g Hokkaidokürbis, gewürfelt
60 g Risotto-oder Milchreis (hauptsache Rundkornreis)
1 kleine Zwiebel
ca. 250 ml Gemüsebrühe
 Rapsöl
 Salz, Pfeffer
1 Msp Zimt  & Ingwer
etwas Butter (optional)

1 kleine Pastinake, in dünne Scheiben geschnitten
1 Karotte (bei mir war es eine Ur-Karotte, deshalb die Farbe), in dünne Scheiben geschnitten
1 TL Honig (für die vegane Variante Ahornsirup nehmen)
Rapsöl zum Anbraten

1 EL gehackte Walnüsse

Zubereitung:
Den Kürbis waschen und würfeln. Auf ein Backblech geben und mit wenig Öl beträufeln. Im Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten backen. In der Zwischenzeit eine Zwiebel abziehen und fein würfeln. Einen kleinen Topf mit Öl erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Den Reis zufügen und eine Minute ebenfalls andünsten. Anschließend mit der Hälfte der Gemüsebrühe ablöschen und den Reis nach Packungsanleitung garen (ca. 20 Minuten). Dabei immer mal wieder umrühren und mit Gemüsebrühe aufgießen, damit der Reis nicht ansetzt. Wenn der Reis und der Kürbis gar sind, den weichen Kürbis zum Risotto geben und unterheben. Der Kürbis zerfällt und färbt das Risotto orange. Wer keine Stücken im Risotto mag, püriert den Kürbis vorher und fügt ihn dann erst zum Risotto dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gerne noch eine Prise Zimt und Ingwer zufügen. Wer mag, gibt noch etwas Butter zum Risotto.

In einer Pfanne mit wenig Öl die Pastinake und Möhre anbraten. Zum Schluss Honig oder  zufügen.
Risotto auf einem Teller anrichten, Gemüsescheiben darübergeben und Walnüsse.

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Donnerstag, 24. Oktober 2019

Klassischer Linsen-Eintopf

Mein erster selbstgekochter Linseintopf! 
Ich war schon etwas stolz, dass der so gut geschmeckt, fast wie von Mama gekocht! Liegt aber auch daran, dass ich dieses Mal auch die Variante mit Speck gekocht habe. Speck mag ich nicht so gerne, deswegen lasse ich den in der Regel weg. Aber weil meinen bisherigen Linseneintöpfen immer was gefehlt hatte, dachte ich, JETZT kommt der Speck rein! Und siehe da - es schmeckt so wie man es kennt von einem Linseneintopf.

Und einfach ist der Eintopf obendrein! Man muss anfangs zwar viel schnibbeln, aber da kann man ja nichts falsch machen. Dann alles anbraten, mit Brühe ablöschen und dann kocht die Suppe 30 Minuten alleine vor sich hin und man kann in der Zeit putzen oder für die Uni lernen 😉
Klassisch - perfekt für den Herbst und Winter 

Zutaten für 4 Personen:
2-3 EL ÖL
150 g Tellerlinsen
6 Kartoffeln
1 große Zwiebel
1 Stange Lauch
6 Möhren
125 g Speck, gewürfelt
4 Würstchen (bei mir Geflügel)
ca. 1 Liter Geflügel-oder Gemüsebrühe (ggf. mehr, je nachdem wie viel Wasser die Linsen aufnehmen und wie flüssig man es mag)
1/2 Bund Petersilie, gewaschen und gehackt
Kreuzkümmel, gemahlen
Salz & Pfeffer
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Die Tellerlinsen unbedingt unter fließendem Wasser abspülen und dann abtropfen lassen.
Das Gemüse vorbereiten: Kartoffeln und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Lauch waschen, waagerecht halbieren und in Ringe schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln.

In einem großen Topf Öl erhitzen. Die Zwiebel zufügen und glasig andünsten. Den Speck zugeben und beides anbraten. Anschließend das Gemüse zufügen und mehrere Minuten anschwitzen. Danach die Linsen hinzugeben. Mit Brühe ablöschen. Alles 30 Minuten kochen lassen bis die Linsen gar sind. Den Eintopf mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Gehackte Petersilie zufügen. Zum Schluss die Würstchen in Scheiben schneiden und in der Suppe warm werden lassen.
Der Eintopf schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag noch mindestens genauso gut :)

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