Sonntag, 10. November 2019

Kürbis-Risotto [Ohne Wein und ohne Käse - So ein Käse?!]

 Long time no see - Risotto!
Passend zur Jahreszeit mit Kürbis und Pastinake, wobei die Pastinake nur die Krönung ist und der Kürbis im Inneren des Risottos steckt 😉 Dazu Walnüsse - auch die kommen derzeit aus heimischen Gefilden. So haben sich am Ende einige saisonale und regionale Lebensmittel zusammengefunden um stellen einen leckeren herbstlichen Gaumenschmaus dar.
Wie in meinen anderen Risotto-Rezepten auch, verwende ich keinen Weißwein. Auch Parmesan kommt mir nichts ins Gericht hinein. Wer gegen beides aber keine Abneigung hegt, darf ruhig beide Zutaten zum Veredeln nutzen.
Herrlich herbstlich - mit vielen saisonalen Zutaten


Zutaten für eine gute Portion:
200 g Hokkaidokürbis, gewürfelt
60 g Risotto-oder Milchreis (hauptsache Rundkornreis)
1 kleine Zwiebel
ca. 250 ml Gemüsebrühe
 Rapsöl
 Salz, Pfeffer
1 Msp Zimt  & Ingwer
etwas Butter (optional)

1 kleine Pastinake, in dünne Scheiben geschnitten
1 Karotte (bei mir war es eine Ur-Karotte, deshalb die Farbe), in dünne Scheiben geschnitten
1 TL Honig (für die vegane Variante Ahornsirup nehmen)
Rapsöl zum Anbraten

1 EL gehackte Walnüsse

Zubereitung:
Den Kürbis waschen und würfeln. Auf ein Backblech geben und mit wenig Öl beträufeln. Im Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten backen. In der Zwischenzeit eine Zwiebel abziehen und fein würfeln. Einen kleinen Topf mit Öl erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Den Reis zufügen und eine Minute ebenfalls andünsten. Anschließend mit der Hälfte der Gemüsebrühe ablöschen und den Reis nach Packungsanleitung garen (ca. 20 Minuten). Dabei immer mal wieder umrühren und mit Gemüsebrühe aufgießen, damit der Reis nicht ansetzt. Wenn der Reis und der Kürbis gar sind, den weichen Kürbis zum Risotto geben und unterheben. Der Kürbis zerfällt und färbt das Risotto orange. Wer keine Stücken im Risotto mag, püriert den Kürbis vorher und fügt ihn dann erst zum Risotto dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gerne noch eine Prise Zimt und Ingwer zufügen. Wer mag, gibt noch etwas Butter zum Risotto.

In einer Pfanne mit wenig Öl die Pastinake und Möhre anbraten. Zum Schluss Honig oder  zufügen.
Risotto auf einem Teller anrichten, Gemüsescheiben darübergeben und Walnüsse.

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Donnerstag, 24. Oktober 2019

Klassischer Linsen-Eintopf

Mein erster selbstgekochter Linseintopf! 
Ich war schon etwas stolz, dass der so gut geschmeckt, fast wie von Mama gekocht! Liegt aber auch daran, dass ich dieses Mal auch die Variante mit Speck gekocht habe. Speck mag ich nicht so gerne, deswegen lasse ich den in der Regel weg. Aber weil meinen bisherigen Linseneintöpfen immer was gefehlt hatte, dachte ich, JETZT kommt der Speck rein! Und siehe da - es schmeckt so wie man es kennt von einem Linseneintopf.

Und einfach ist der Eintopf obendrein! Man muss anfangs zwar viel schnibbeln, aber da kann man ja nichts falsch machen. Dann alles anbraten, mit Brühe ablöschen und dann kocht die Suppe 30 Minuten alleine vor sich hin und man kann in der Zeit putzen oder für die Uni lernen 😉
Klassisch - perfekt für den Herbst und Winter 

Zutaten für 4 Personen:
2-3 EL ÖL
150 g Tellerlinsen
6 Kartoffeln
1 große Zwiebel
1 Stange Lauch
6 Möhren
125 g Speck, gewürfelt
4 Würstchen (bei mir Geflügel)
ca. 1 Liter Geflügel-oder Gemüsebrühe (ggf. mehr, je nachdem wie viel Wasser die Linsen aufnehmen und wie flüssig man es mag)
1/2 Bund Petersilie, gewaschen und gehackt
Kreuzkümmel, gemahlen
Salz & Pfeffer
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Die Tellerlinsen unbedingt unter fließendem Wasser abspülen und dann abtropfen lassen.
Das Gemüse vorbereiten: Kartoffeln und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Lauch waschen, waagerecht halbieren und in Ringe schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln.

In einem großen Topf Öl erhitzen. Die Zwiebel zufügen und glasig andünsten. Den Speck zugeben und beides anbraten. Anschließend das Gemüse zufügen und mehrere Minuten anschwitzen. Danach die Linsen hinzugeben. Mit Brühe ablöschen. Alles 30 Minuten kochen lassen bis die Linsen gar sind. Den Eintopf mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Gehackte Petersilie zufügen. Zum Schluss die Würstchen in Scheiben schneiden und in der Suppe warm werden lassen.
Der Eintopf schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag noch mindestens genauso gut :)

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Montag, 14. Oktober 2019

Arancini di riso - italienisches Street Food auf die Hand!

Letzte Woche habe ich relativ spontan eine Anfrage für einen Street Food Kochkurs bekommen. Ich hatte drei Tage Zeit mir Rezepte zu überlegen. Gar nicht so viel Zeit, wenn man sie nicht nur heraussuchen, sondern auch Probekochen bzw. backen möchte. Aber da Rezepte recherchieren sowie eine meiner liebsten Beschäftigungen ist und Kochen und Backen ebenso, war es gar nicht so schwierig 😉
Auf die Arancini di riso von heute bin ich relativ schnell gestoßen. Und zufälligerweise standen diese schon sehr lange auf meine Nachkochliste! Also ran den Herd und nachgemacht, dachte ich mir. Bei Arancini handelt es sich um frittierte Reisbällchen. Klassischerweise werden sie wohl mit Hackfleisch und Erbsen gefüllt oder auch mit Schinken und Mozzarella. Ich habe mir für die erste Variante entschieden, die zweite wird aber beim nächsten Mal ausprobiert! Frittiert habe ich die Reisbällchen jedoch nicht in einer Fritteuse, sondern im Kochtopf. Klassischerweise wird der Reis auch mit Safran eingefärbt. Da Safran jedoch ein doch recht teures Gewürz ist, habe ich stattdessen Kurkuma verwendet für die gelbe Färbung.

Klassisches Street Food aus Italien - gar nicht so schwer wie es aussieht

Zutaten für 12 Stück
Reismasse:
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
350 g Risotto-oder Milchreis
ca. 600 ml Gemüsebrühe
0,5 TL Kurkuma, gemahlene
125 g  Ricotta
1 Ei

Füllung:
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
200 g Hackfleisch
2 kleine Möhren
Oregano
Salz & Pfeffer
100 g Erbsen
2 EL Tomatenmark
2 Strauchtomaten 

Zum Panieren:
100 g Mehl
2 Eier, verschlagen
ca. 120 g Paniermehl

Außerdem:
ca. 600 ml Rapsöl zum Frittieren

Zubereitung:
Zuerst die Reismasse herstellen. Dafür eine Pfanne mit Öl erhitzen und eine fein gewürfelte Zwiebel darin glasig andünsten. Den Reis zugeben, einige Minuten ebenfalls andünsten und dann nach und nach mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurkuma zufügen. Den Reis solange köcheln lassen bis er breiig ist, aber dennoch etwas Biss hat. Etwas herunterkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung herstellen. Hierfür ebenfalls eine Pfanne mit Öl erhitzen und eine Zwiebel darin glasig andünsten. Das Hackfleisch zugeben und anbraten bis es gar ist. Die Möhren raspeln und dazugeben, ebenso Tomatenmark. Die Tomaten fein hacken und zufügen. Das Ganze etwas einköcheln lassen und mit den Gewürzen abschmecken. Erbsen zugeben.

Wenn die Reismasse nun etwas erkaltet ist, den Ricotta und das Ei untermischen. Die Masse sollte gut formbar sein und klebrig. Nun einen Esslöffel Reis zwischen den Händen plattdrücken. Einen Esslöffel Füllung mittig platzieren und wieder etwas Reis zu einer Platte formen und auf die Füllung setzen. Die Seiten andrücken, sodass die Füllung nicht entweichen kann. Die Reiskugeln erst in Mehl wälzen, dann in den verquirlten Eiern und schlussendlich im Paniermehl wälzen.

Einen kleinen Kochtopf mit dem Rapsöl befüllen und erhitzen. Das Öl ist heiß genug, wenn man einen Stiel eines Holz-Kochlöffels auf den Boden des Topfes hält und Blasen aufsteigen. Die Hitze sofort herunterregeln auf mittlere Hitze. Immer 2-3 Arancini gleichzeitig im Öl ausbacken. Ich wende die Aracini immer mit einer Schaukelle, damit sie von allen Seiten gleichmäßig goldbraun und knusprig werden. Anschließend mit einer Schaumkelle auf ein mit Küchenpapier belegten Teller setzen, damit etwas Fett abtropfen kann.

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Dienstag, 1. Oktober 2019

Rote Bete Salat mit Birne und Preiselbeeren

Das Rezept ist schon ein langjähriger Klassiker in unserer Familie. Zumindest für die, die rote Bete mögen 😉Das Rezept für den fruchtigen Rote Bete Salat schmeckt sowohl mit Apfel als auch mit Birne. Allergiker sollten das Obst vorher einige Minuten erhitzen, damit die allergenen Proteine eliminiert werden. Manchmal reicht es aber auch aus, das Obst zu schälen. Aber das muss jeder selber wissen, wie er es verträgt!

Bei Histaminintoleranz den Essig und den Senf lieber weglassen - dann sollte der Matjes aber auch weggelassen werden. Für ein bisschen Säure ein paar Spritzer Zitronensaft zufügen, sofern verträglich.

Theoretisch kann man das Rezept auch mit der fertig gegarten und vakuumierten Rote Bete aus dem Supermarkt zubereiten. Mir schmeckt die allerdings nicht, deswegen verwende ich immer frische Rüben. Ich habe die Rote Bete früher immer gekocht und nicht wie heute im Ofen gegart. Das Kochen dauert deutlich länger (je nach Knollengröße 1 Stunde oder mehr), da man die Rote Bete als komplette Knolle kocht, während man sie für den Ofen vierteln kann. Der Grund: Schneidet man die Rote Bete an und kocht sie, färbt sich das gesamte Kochwasser pink bis rot, die Rote Bete "blutet" quasi aus. Viele Nährstoffe gehen dann ins Kochwasser über, welches man später verwirft.
So schmeckt der Herbst - mit Matjes und Salzkartoffeln eine sättigende und gesunde Mahlzeit - gut vorzubereiten

Für 4 Portionen:
500 g rote Bete
2 EL Preiselbeerkompott
1 TL Senf
2 EL Apfelessig
2 EL Rapsöl
1 TL mittelscharfer Senf
Salz & Pfeffer
2 Birnen (alternativ Äpfel)

Dazu dazu:
Matjes und Salzkartoffeln

Zubereitung:
Die Rote Bete entweder im Ofen (geschält und halbiert oder geviertelt, mit wenig Öl bestrichen) oder in Wasser (ungeschält, im Ganzen) garen. Im Ofen dauert das Garen bei 200 Grad 30 Minuten, im Wasserbad bei mittlerer Hitze je nach Größe der Knolle schon mal gut eine 1 Stunde. Im Ofen zubereitet schmeckt die Rote Bete intensiver.
Die geschälte Rote Bete nach dem Garen etwas auskühlen lassen und in Würfel schneiden. Birne waschen und je nach Sorte schälen (bei manchen Sorten ist die Schale etwas hart und schmeckt nicht so gut) und ebenfalls würfeln. Mit der Roten Bete vermengen. Die restlichen Zutaten zu einem Dressing verrühren und zu dem Gemüse und Obst geben. Alles vermengen und einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Der Salat hält sich im Kühlschrank abgedeckt zwei Tage.

Dazu passen frisch gekochte Salzkartoffeln und Matjes.

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Samstag, 21. September 2019

Kürbissuppe mit Möhren & Kartoffeln

Heute habe ich einen Gastbeitrag von der lieben Andrea für Euch. Bei mir ist in letzter Zeit studiumsbedingt einiges los, sodass ich nicht wirklich zum Bloggen hier komme. Umso dankbarer bin ich für einen so tollen Gastbeitrag, der perfekt in den Herbst passt! Kürbissuppe ist für viele ein Muss im Herbst, auch bei mir.
Los geht es!

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und der Wald wird bunter – der Herbst ist da und der Winter steht vor der Tür. Zeit für warme Suppen. Eine aromatische, cremige Kürbissuppe eignet sich dabei besonders gut. Schließlich haben Kürbisse in dieser Jahreszeit Saison.

Diese leckere warme Mahlzeit kann als Vor- oder als Hauptspeise zubereitet werden.

Zubereitungszeit: 30 Minuten, Kochzeit: 20 Minuten 

Zutaten für 4 Portionen:
1 Hokkaido Kürbis (am besten in Bio-Qualität) 
250 Gramm Möhren
500 Gramm Kartoffeln  
1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Butter
1 Liter Gemüsebrühe
250 ml Milch, optional Sahne
etwas Pfeffer und Salz
Kürbiskerne

Zubereitung:

1. Zuerst den Kürbis gründlich mit lauwarmem Wasser waschen, am besten eine Gemüsebürste verwenden und schadhafte Stellen entfernen.

2. Danach den Kürbis halbieren, mithilfe eines Löffels entkernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden (Hokkaido-Kürbis kann mit Schale verwendet werden).

3. Anschließend die Möhren sowie die Kartoffeln schälen und waschen.

4. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und fein hacken.

5. Nun die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten.

6. Anschließend die Gemüsebrühe hinzufügen und aufkochen lassen.

7. Dann das restliche Gemüse zugeben, mit Pfeffer und Salz würzen und bei niedriger Temperatur ungefähr 20 bis 30 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse gar ist.

8. Abschließend die Suppe mit einem Pürierstab pürieren und die Milch zugeben. Anstatt der Milch kann auch Sahne verwendet werden – ist dann etwas kalorienreicher, aber cremiger. Eine Rezept für eine cremige Kürbissuppe mit Ingwer gibt es hier: gutekueche.de

9. Zum Schluss die Kürbiskerne darüber streuen und die Kürbissuppe heiß servieren.

Sollte noch Suppe übrig sein, kann diese ganz einfach eingefroren werden

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Mittwoch, 21. August 2019

Oldenburger Bulettenauflauf mit Kartoffeln & Möhren

 Es gibt mal wieder ein norddeutsches Rezept von mir. Der Oldenburger Bulettenauflauf lässt ja schon erahnen, aus welcher Ecke Norddeutschland das Gericht kommt 😉
Hinein kommen natürlich Kartoffeln und Buletten, damit es deftig wird. Möhren dürfen auch dabei sein und bei mir ausnahmsweise auch Champignons, weil die mir beim Einkaufen in de Korb gefallen sind. Die und andere wassereiche Gemüsesorten würde ich für dieses Gericht jedoch nicht empfehlen, da es zu stark auswässert. Kirschtomaten, die in diesem Gericht auch gerne dabei sein dürfen, sind noch okay. Keine Strauchtomaten oder andere größere Exemplare, da diese ebenfalls viel Wasser enthalten. Der Guss des Auflaufes besteht aus Creme Fraiche und Sahne, Eier sorgen dafür, dass die Masse im Ofen stockt und fest wird. Überbacken wird dieser doch gehaltvolle Auflauf mit ein bisschen Käse. Es ist schließlich windig und kalt im Norden, da muss man Masse haben, damit man nicht wegfliegt und so schnell friert! 😆
 
Norddeutsch und gehaltvoll - Sättigungsbeilage, Fleisch und Gemüse in eins

Zutaten für 4 sehr hungrige Esser und wenn es keinen Nachtisch gibt, ansonsten für 6 Normal-Hungrige:
600 g Kartoffeln
500 g Hackfleisch (bei mir halb und halb)
1 Ei
50 g Semmelbrösel
2 gehäufte TL Hackfleischgewürz
5 Möhren
1 Zwiebel
200 g Creme Fraiche
150 g Sahne
3 Eier
1 TL Salz
1 TL Paprikapulver
Pfeffer nach Belieben
eine Handvoll Kirschtomaten (optional)

100 g geriebener Gouda zum Bestreuen

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit Hackfleisch, Gewürz, Ei und Semmelbrösel miteinander vermengen und aus der Masse kleine Klößchen formen. Auf einem Teller ablegen.
In einer Pfanne etwas Rapsöl erhitzen.
Zwiebel abziehen und würfeln, Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Beides in der Pfanne einige Minuten anschwitzen, anschließend beiseitestellen. Nun die Hackbällchen in der Pfanne mit etwas Öl von allen Seiten knusprig anbraten. 
Eine große Aufllaufform bereitstellen und mit wenig Butter fetten. Zuerst die Kartoffeln in robe Stücke schneiden (in etwa der Größe der Hackbällchen) und in die Form geben. Dafürber die Fleischbällchen verteilen und anschließend das gebratene Gemüse. 
Creme Fraich, Sahne, Eier, Salz und Paprika sowie Pfeffer verrühren und diese Masse über den Auflauf gießen. Zum Schluss den geriebenen Käse darüberstreuen. Im heißen Ofen bei 190 Grad Ober-/Unterhitze etwas 30-35 Minuten backen, bis die Masse gestockt und der Käse goldbraun ist. Dazu passt eine grüner Salat 😉


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Mittwoch, 24. Juli 2019

Matjes nach Hausfrauenart mit Quetschkartoffeln

Bald steht wieder ein Kochkurs für mich an zum Thema Norddeutsche Küche 🥳 Der letzte Kurs zu dem Thema kam so gut an, dass die Teilnehmer nach einer Fortsetzung gefragt haben! Gibt es ein schöneres Kompliment? 😃

Also probiere ich derzeit wieder ein paar alte Rezepte aus, um Fotos für die Rezeptesammlung zu haben und alles nochmal auf Gelingsicherheit zu testen 🤓
Meine Familie beschwert sich nicht, wenn ich wieder meine Nachkochliste abarbeite 😀

Den Anfang macht der Matjes nach Hausfrauenart. Hausfrauenart deshalb, weil jede Hausfrau ein anderes Rezept hat und es deshalb immer anders schmeckt. Manche machen ihn mit süßer Sahne, andere mit Schmand und saurer Sahne...Geschmäcker sind verschieden, also muss man immer mal wieder ein neues Rezept ausprobieren, finde ich! 
Mein Rezept heute hat eine kleine "Besonderheit". Zumindest habe ich die noch nicht gesehen in anderen Rezepten: Remoulade! Ich hätte vorab nicht gedacht, was das für ein Unterschied ist! Mir war die Sauce vorher etwas zu säuerlich wegen dem Gurkensud (bin da aber auch sehr empfindlich). Mit einem Esslöffel Remoulade war das "Problem" gelöst!
Ganz klassisch sind Zwiebeln, Apfel und Gewürzgurken - die kamen bei mir auch ganz normal hinein.

Dazu gab es Quetschkartoffeln. Die sind nicht sehr norddeutsch, aber ich wollte die schon länger ausprobieren und beides hat gut zusammen gepasst 👌 Meine Kartoffeln hätten allerdings ruhig brauner sein können, aber die Grillfunktion im Ofen war nicht so gut in Form und es hätte ewig gedauert. Da meine Familie schon mit den Füßen gescharrt hat und am Tisch saß, musste ich es deswegen abkürzen 😀
klassische norddeutsche Küche -  reich an Omega-3-Fettsäuren durch den Matjes

Zutaten für 4 Personen
Für den Matjes nach Hausfrauenart: 
8 Matjesfilets natur
200 g Schmand oder Creme fraiche
 EL Remoulade
150 g Vollmichjoghurt
Salz & Pfeffer
1 El Zitronensaft
1 gute Prise Zucker
1 Apfel
1 rote Zwiebel
4-5 Gewürzgurken (je nach Größe)
etwas Gurkensud 
50 ml geschlagene Sahne (optional; für mehr Volumen und Cremigkeit)
etwas Schnittlauch

Für die Quetschkartoffeln:
Kartoffeln
Salz & Pfeffer
Oregano
Butter oder Öl 

Zubereitung
Für den Matjes nach Hausfrauenart:
Matjes unter kaltem Wasser gut abspülen und trocken tupfen.
Schmand, Joghurt und Remoulade verrühren. Salzen und pfeffern. Zitronensaft und Zucker zufügen, sowie Gurkensud, damit das ganze verlängert/flüssiger wird.
Zwiebel abziehen, vierteln und in Scheiben schneiden.
Apfel waschen und in kleine Würfel schneiden.
Gewürzgurken in Scheiben schneiden. Diese drei Komponenten zum Joghurt-Schmand geben. Den Matjes entweder im Ganzen unter die Sauce heben oder vorher klein schneiden. Alles gut vermischen und mind. 2 Stunden durchziehen lassen im Kühlschrank.

Für die Quetschkartoffeln:
Kartoffeln ganz normal in Salzwasser garen (entweder mit oder ohne Schale). Auf ein Backblech geben oder besser in eine feuerfeste Ofenform, da die Kartoffeln mit der Grillfunktion des Ofens weitergaren und Backpapier dafür nicht ausgelegt ist und Feuer fangen könnte.
Ofen auf 230 Grad Grill vorheizen. Die Kartoffeln in der Auflaufform mit den Händen oder einer Abtropfkelle plattdrücken. Mit Öl oder Butter bestreichen bzw. beträufeln. Meersalz darüberstreuen. Ca. 10 Minuten grillen, aber die ganze Zeit dabei bleiben, weil die von jetzt auf gleich verbrennen könnten!
Wer auf Nummer sicher gehen will und Zeit hat, kann die auch normal bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für 20-30 Minuten backen. 
Anschließend mit Oregano und Pfeffer würzen (beides würde im Ofen verbrennen, deswegen kommt es erst danach drauf).

Quetschkartoffeln und Matjes zusammen auf einem Teller servieren und mit Schnittlauch bestreuen.


Donnerstag, 11. Juli 2019

Leichter Sommersalat mit Melone, Mozzarella & Serrano Schinken

Die heißen Tage, wo man nicht kochen mag, sind zwar gerade untergetaucht, aber ich bin mir sicher, dass sie uns diesen Sommer nochmal beehren werden. Für solche Tage bin ich gerüstet - mit diesem Melone-Schinken-Salat mit Mozzarella!

Super easy und schnell gemacht, Salat und Melone für die Flüssigkeitszufuhr, Vitamine und Frische, Serrano Schinken und Mozzarella als Eiweiß- und Salzspender 😉

Für eine eine Portion:
1/4 oder 1/2 Cantaloupe-Melone (meine war sehr klein)
2 Scheiben Serrano-Schinken (bei mir 20 g)
5 Mozzarella-Kugeln
1 Roma-Salat
ein paar Tropfen gutes Olivenöl

Zubereitung:
Melone von der Schale und den Kernen befreien und in Würfel schneiden. Den Schinken entweder mit den Fingern etwas auseinander rupfen oder mit einem Messer schneiden.
Den Salat waschen und mit einem Messer in "Scheiben" schneiden. Die Mozzarella-Kugeln einmal halbieren. Alle vier Komponenten  auf einen Teller verteilen und mit Olivenöl besprenkeln.
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Samstag, 22. Juni 2019

Pasta mit leichter Möhren-Champignon-Sahnesauce

 Champignons-Rahmsauce kann schon was Leckeres sein. Allerdings auch sehr mächtig. Deshalb mische ich Sahne mit etwas Milch um die Sauce ein wenig fettärmer zu gestalten, aber nicht zu sehr an Geschmack einzubüßen 😉 Außerdem verwende ich immer Dinkelnudeln stattt Weizennudeln. Auf meine Portion habe ich noch extra Petersilie und Hanfsamen gestreut, ist aber kein Muss!

Klassiker etwas figur freundlicher - einfach und lecker - zu jeder Jahreszeit


Zutaten für eine Portion:
90 g Pasta nach Wahl
3 große Champignons (ca. 150 g)
2 kleine Möhren
1 kleine Zwiebel
ca. 50 ml Sahne
100 ml Milch
ggf. etwas Mehl zum Andicken der Sauce
Salz & Pfeffer
1 TL Gemüsebrühe
1 EL gehackte Petersilie (TK, frisch oder getrocknet) + etwas mehr zum Bestreuen

Zubereitung:
Pasta nach Packungsanleitung al dente garen. In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in Scheiben oder Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, zuerst die Zwiebeln glasig andüsten, dann die Möhren zufügen und zuletzt die Champignons. Alles ein paar Minuten anbraten bis die Pilze ihr Wasser verloren haben und die Möhren nahezu gar sind. Sahne und Milch zufügen, ebenso die Gemüsebrühe einrühren und weitere Minuten köcheln lassen. Ist noch zu viel Flüssigkeit vorhanden, etwas Mehl unterrühren und einmal hochkochen lassen. Salzen und pfeffern und die gehackten Kräuter zufügen. Die Nudeln abgießen und mit der Gemüse-Sauce vermengen. Alles auf einem Teller anrichten, mit den restlichen Petersilie bestreuen und servieren.
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Sonntag, 9. Juni 2019

Zitronen-Hirse mit Knusper-Feta & Zucchini

Heute habe ich eine leckere Sommerkombi für Euch: Fruchtige Hirse, gebratene Zucchini mit italienischen Kräutern (italienisch schmeckt für mich immer nach Sommer) und knusprig angebratener Feta, der beim Anschneiden ein wenig zerläuft... 
Wer hat noch keinen Hunger bekommen? 😉
Vegetarischer Sattmacher - statt Hirse geht auch Couscous - statt Zucchini Paprika

Zutaten für 1 Person:
Für de Zitronenhirse:
60 g Hirse
2 EL Petersilie, gehackt
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
ein paar Spritzer Zitronensaft
Salz

Für den Knusper-Feta:
150 g Feta
1/2 verschlagenes Ei
etwas Mehl und Semmelbrösel zum Panieren 
(geschrotete) Leinsamen (optional)
Rapsöl zum Anbraten

Für das Zucchini-Gemüse:
1 kleine Zucchini
Salz & Pfeffer
Olivenöl zum Anbraten
Italienische Kräuter

Zubereitung:
Die Hirse nach Packungsanleitung garen. Anschließend mit Petersilie vermengen und mit Zitrone abschmecken.

Für den Knusper-Feta den Feta in Würdel schneiden. Diese Würfel erst in Mehl wenden, dann in Ei wenden und anschließend mit Semmelbröseln und wer mag - mit Leinsamen panieren. Den Feta in einer heißen Pfanne von den Seiten anbraten bis er knusprig ist.

Die Zucchini waschen, die Enden entfernen. In kleine Würfel schneiden und in einer heißen Pfanne mit Olivenöl anbraten. Salzen und pfeffern und nach Geschmack Kräuter zufügen.

Alle drei Komponenten auf einem Teller anrichten und genießen :)
 


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Sonntag, 26. Mai 2019

Vegetarischer Brotbelag: Möhren-Nuss-Aufstrich mit Curry

Heute habe ich einen vegetarischen Aufstrich für Euch! Den gab es neulich in meinem Kurs zum Thema "Frühstücksrezepte" neben Eiersalat, süßen Aufstrichen wie Lemon Curd und Chia-Konfitüre und selbstgebackenem Brot. Der Aufstrich kam super an und deshalb möchte ich ihn hier gerne teilen. Sogar mich hat der überzeugt, obwohl ich herzhafte Aufstriche sonst nicht so mein Ding sind 😉
 
Das Brot ist das Dinkel-Haferflockenbrot ohne Hefe von meinem Backblog.
Vegetarischer Brotaufstrich - exotische Note - mit Gemüse & Nüssen

Zutaten für ein zwei kleine Schälchen voll (sh. Foto):
3 Möhren (etwa mittelgroß)
4 EL gemahlene Haselnüsse*
1 EL Olivenöl
200 g Frischkäse natur
1 TL Currypulver
Salz nach Belieben


*alternativ gemahlene Walnüsse oder Mandeln

Zubereitung:
Zuerst die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Anschließend beiseite stellen zum Auskühlen.  Als Nächstes Möhren schälen und die Enden entfernen. Fein raspeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenraspel darin glasig andünsten, das dauert ein paar Minuten. Nüsse und Möhren nun mit Frischkäse in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren. Mit Currypulver und Salz abschmecken. Den fertigen Aufstrich in ein Schälchen füllen und nach Belieben mit gehackter Petersilie dekorieren.
Der Aufstrich hält sich 3-4 Tage lang, luftdicht verpackt und kühl gelagert.

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Sonntag, 19. Mai 2019

Bratkartoffel-Quiche mit Spargel & Möhren

Neulich Abend habe ich mit Freunden eine Quiche gebacken. Ich hatte noch Spargel von den Grissini und dem Hirsesalat mit Himbeeren übrig, der verwertet werden wollte. Eingewickelt in einem feuchten Tuch hält sich Spargel auch nur 2-3 Tage im Kühlschrank frisch, die drei Tage habe ich mit den vergangenen Rezepten ausgeschöpft gehabt 😉
Sehr deftig durch den Speck und Bratkartoffel-Aroma -  sehr sättigend auch durch den Vollkornteig - ideale Resteverwertung für Spargel & Co.

Bratkartoffel-Quiche mit Spargel & Möhren
Mürbeteig:
120 g Dinkemehl Typ 630
80 g Roggenmehl Typ 1150*
75 g weiche Butter
1 Ei
2 EL kaltes Wasser

Füllung:
Rapsöl zum Anbraten
3 große Kartoffeln
100 g Speck**
1-2 Zwiebeln (je nach Größe)
200 g grüner Spargel (5-6 Stangen für die Deko oben zur Seite legen)
2 mittelgroße Karotten 
 1 rote Paprika
200 g Creme Fraiche
2 Eier
Salz & Pfeffer
Petersilie, fein gehackt 
1 Kugel Mozzarella 

* oder mehr Dinkelmehl
**ür die vegetarische Variante einfach weglassen und dafür mit geräuchertem Paprikapulver würzen.

Zubereitung:
Für den Teig alle Zutaten mit dem Knethaken oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Form mit dem Teig auskleiden, mit einer Gabel mehrmals einsteichen. Bei 200 Grad Ober/Unterhitze für 10 Minuten vorbacken. 

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer großen Pfanne mit Rapsöl 5-8 Minuten anbraten, je nach Größe der Würfel. Fein geschnittene Zwiebelstückchen zu geben, ebenso den Speck. In einer weiteren Pfanne das restliche Gemüse ein paar Minuten anschwitzen: Dafür die Paprika waschen und in Würfel schneiden. Die Karotten schälen und ebensfall klein schneiden. Den Spargel schälen und in  etwa 2-3 cm lange Stücke schneiden. Wenn das Gemüse und die Bratkartoffeln gar sind, beides vermischen und auf den vorgebackenen Mürbeteigboden geben. In einem hohen Gefäß Creme Fraiche und Eier verquirlen, salzen und pfeffern und Petersilie hinzufügen. Diese Masse über das Gemüse gießen. Mit einer Gabel alles vermischen, sodass überall Eiermasse hinkommt. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Den restlichen Spargel auf die Quiche-Masse legen. Den Mozzarella dazwischen legen. Die Quiche bei 200 Grad ca. 45-50 Minuten backen, bis die Masse gestockt und die Oberfläche angenehm gebräunt ist. Warm servieren.


Sonntag, 12. Mai 2019

Spargel-Grissini mit Quark-Öl-Teig

Mein zweites Spargelrezept für dieses Jahr ist da!
Diese Grissini mit Spargel wollte ich schon letztes Jahr machen, aber ich bin darüber hinweggekommen, keine Ahnung wieso. Ich glaube, ich dachte, die Spargel-Grissini wären aufwendig 😆  Spoiler: Die sind kein bisschen aufwendig, ich stand keine 10 Minuten in der Küche um die zu machen 😉 Noch schneller geht es nur, wenn man sich einen Fertigteig mit unnötigen Zusatzstoffen, Palmöl und Glukosesirup kauft 😜
 Warmer Snack - ohne Hefe - Einfacher als es aussieht
Zutaten für ca. 20 Stück:
75 g Dinkelmehl Typ 630
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
25 ml Öl (Raps oder Olive)
25 ml Milch
35 g Quark

20 Stangen grüner Spargel

Zubereitung:
Spargel in leicht gesalzenem Wasser garen, das dauert je nach Dicke der Stangen 3-7 Minuten. Nach dem Kochen den Spargel sofort mit kaltem Wasser abschrecken, damit dieser die grüne Farbe behält. Gut abtupfen und kurz zur Seite legen.

Für den Teig die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Öl, Milch und Quark hinzufügen. Alles mit dem Knethaken oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen, mit einem scharfen Messer in dünne Streifen schneiden. Jeden Teigstreifen um je eine Stange Spargel aufwickeln. Die fertig gewickelten Spargel-Grissini auf ein Backblech legen und im Ofen bei 200 Grad 15 Minuten backen, sodass die Grissini leicht gebräunt sind. 
Unbedingt warm verzehren!

Bei mir gab es dazu einen Kräuterquark-Dip mit Hanfsamen :)

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