Sonntag, 5. Januar 2020

Milchnudeln wie von früher

 Hände hoch, wer kennt alles Milchnudeln?🙆
Ich mochte dieses Gericht als Kind überhaupt nicht, damals fand ich süße Nudeln in Milch gegart ganz schrecklich. Vor einiger Zeit aber spukte mir das Gericht im Kopf herum und ich habe es nicht vergessen können. Also habe ich mich in die Küche gestellt und es nachgekocht. Was soll ich sagen? An einem kalten Wintertag oder Tagen, wo man mal keine Lust auf Gemüse oder herzhafte Speisen hat, tun Milchnudeln der Seele gut! Natürlich mit Zimt und Vanille und wer mag, mit ein bisschen Obst. Hier eignen sich Äpfel oder Mandarinen ganz gut. Oder heiße Himbeeren oder eingedickte warme Kirschen. Yum!😋
Für eine Person:
300 ml Vollmilch
90 g Pasta (bei mir kurze Maccaroni) 
1 TL Zucker
1 Msp Zimt und Vanilleextrakt
1 Prise Salz
1 TL Stärke oder für mehr Vanillegeschmack: Puddingpulver Vanille, mit etwas Wasser glattgerührt
50 g steif geschlagene Sahne (optional)

Zimtzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Die Milch mit dem Zucker aufkochen und Nudeln zufügen. In der Milch solange garen bis die Pasta al dente ist. Zimt, Vanille und Salz zufügen. Überschüssige Milch mit dem glattgerührten Stärkegemisch abbinden, erneut aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Wer mag, kann noch etwas steif geschlagene Sahne unterheben. Die Milchnudeln in einen Schüssel oder tiefen Teller geben und mit Zimtzucker bestreuen. Die Milchnudeln sofort verzehren, da sie durch die enthaltene Stärke mit der Zeit zu sehr andicken.

Mit diesem Rezept nehme ich bei der Foodblog Party "Leckeres für jeden Tag" teil!
Mit dabei sind noch folgender Blogger:

Conny von Mein wunderbares Chaos
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Tina von Küchenmomente
Tanja von Liebe & Kochen
Britta von Backmaedchen 1967  
Jill von Kleines Kuliversum 
Silke von Blackforestkitchen
Sylvia von Brotwein
Ronald von Fränkische Tapas
Frances von carry on cooking
Izabella von Haus und Beet
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Freitag, 6. Dezember 2019

Rote Bete Risotto mit Walnuss-Krokant

 Momentan bin ich im Risottofieber und es gibt mindestens einmal die Woche bei mir Risotto - immer mit einer regionalen Gemüsesorte! Zuletzt war es mit Kürbis und heute ist es mit Rote Bete. Demnächst wird es ein Grünkohl-Risotto geben und eines mit Schwarzwurzel will ich auch nochmal probieren! 

Meist esse ich das Risotto als Hauptgericht. Manchmal brate ich dazu ein Stück Seelachsfilet an, mal gibt es als Topping geröstete - oder wie heute - karamellisierte Nüsse.

Für das Rezept habe ich längliche Rote Bete verwendet. Diese habe ich im Hofladen zum ersten Mal entdeckt und direkt mitgenommen. Die normale Knollen-Rote Bete funktioniert aber natürlich genauso!
Eyecatcher auf dem Teller -  mit wenigen Zutaten - mit Knuspereffekt durch das Krokant

Zutaten für eine Portion:
50 g Risottoreis (Rundkornreis)
2 kleine Rote Bete Knollen
1 Zwiebel
ca. 350 ml Wasser 
1-2 TL Gemüsebrühe
1 Msp Ingwer (wer es gerne mag, nimmt mehr)
1 TL Butter (optional)

Für das Walnuss-Krokant:
20 g Walnüsse, entweder halbe oder gehackt
1 TL Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung:
 Für das Krokant Zucker und 1 EL Wasser in eine Pfanne geben und erhitzen bis der Zucker flüssig wird. Bei mittlerer Hitze die Walnüsse zufügen und hin und her schieben, damit diese vollständig mit dem Zuckerwasser benetzt sind. Solange erhitzen bis der Zucker wieder kristallin wird. Auf einen Teller geben zum Abkühlen.

Für das Risotto die Zwiebel abziehen und fein hacken. In einem kleinen Topf die Zwiebel in etwas Öl anbraten. Die Rote Bete mit Handschuhen schälen und in kleine Würfel schneiden. Zu den Zwiebeln geben und etwas andünsten. Dann den Reis zufügen, 1-2 Minuten weiterbraten und mit einem Teil des Wassers ablöschen, Brühe zufügen. Den Reis nun köcheln lassen bis er weich ist. Zwischendurch mit Wasser aufgießen, damit er das Risotto nicht am Topfboden ansetzt. Den Ingwer unterrühren. Wenn das Risotto fertig ist, etwas Butter unterheben. Das Risotto auf einen Teller anrichten und mit dem Walnuss-Krokant bestreuen. Ich habe dazu noch Rote Bete Chips und rote Apfelspalten gegessen.

Sonntag, 10. November 2019

Kürbis-Risotto [Ohne Wein und ohne Käse - So ein Käse?!]

 Long time no see - Risotto!
Passend zur Jahreszeit mit Kürbis und Pastinake, wobei die Pastinake nur die Krönung ist und der Kürbis im Inneren des Risottos steckt 😉 Dazu Walnüsse - auch die kommen derzeit aus heimischen Gefilden. So haben sich am Ende einige saisonale und regionale Lebensmittel zusammengefunden um stellen einen leckeren herbstlichen Gaumenschmaus dar.
Wie in meinen anderen Risotto-Rezepten auch, verwende ich keinen Weißwein. Auch Parmesan kommt mir nichts ins Gericht hinein. Wer gegen beides aber keine Abneigung hegt, darf ruhig beide Zutaten zum Veredeln nutzen.
Herrlich herbstlich - mit vielen saisonalen Zutaten


Zutaten für eine gute Portion:
200 g Hokkaidokürbis, gewürfelt
60 g Risotto-oder Milchreis (hauptsache Rundkornreis)
1 kleine Zwiebel
ca. 250 ml Gemüsebrühe
 Rapsöl
 Salz, Pfeffer
1 Msp Zimt  & Ingwer
etwas Butter (optional)

1 kleine Pastinake, in dünne Scheiben geschnitten
1 Karotte (bei mir war es eine Ur-Karotte, deshalb die Farbe), in dünne Scheiben geschnitten
1 TL Honig (für die vegane Variante Ahornsirup nehmen)
Rapsöl zum Anbraten

1 EL gehackte Walnüsse

Zubereitung:
Den Kürbis waschen und würfeln. Auf ein Backblech geben und mit wenig Öl beträufeln. Im Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 15-20 Minuten backen. In der Zwischenzeit eine Zwiebel abziehen und fein würfeln. Einen kleinen Topf mit Öl erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Den Reis zufügen und eine Minute ebenfalls andünsten. Anschließend mit der Hälfte der Gemüsebrühe ablöschen und den Reis nach Packungsanleitung garen (ca. 20 Minuten). Dabei immer mal wieder umrühren und mit Gemüsebrühe aufgießen, damit der Reis nicht ansetzt. Wenn der Reis und der Kürbis gar sind, den weichen Kürbis zum Risotto geben und unterheben. Der Kürbis zerfällt und färbt das Risotto orange. Wer keine Stücken im Risotto mag, püriert den Kürbis vorher und fügt ihn dann erst zum Risotto dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gerne noch eine Prise Zimt und Ingwer zufügen. Wer mag, gibt noch etwas Butter zum Risotto.

In einer Pfanne mit wenig Öl die Pastinake und Möhre anbraten. Zum Schluss Honig oder  zufügen.
Risotto auf einem Teller anrichten, Gemüsescheiben darübergeben und Walnüsse.

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Donnerstag, 24. Oktober 2019

Klassischer Linsen-Eintopf

Mein erster selbstgekochter Linseintopf! 
Ich war schon etwas stolz, dass der so gut geschmeckt, fast wie von Mama gekocht! Liegt aber auch daran, dass ich dieses Mal auch die Variante mit Speck gekocht habe. Speck mag ich nicht so gerne, deswegen lasse ich den in der Regel weg. Aber weil meinen bisherigen Linseneintöpfen immer was gefehlt hatte, dachte ich, JETZT kommt der Speck rein! Und siehe da - es schmeckt so wie man es kennt von einem Linseneintopf.

Und einfach ist der Eintopf obendrein! Man muss anfangs zwar viel schnibbeln, aber da kann man ja nichts falsch machen. Dann alles anbraten, mit Brühe ablöschen und dann kocht die Suppe 30 Minuten alleine vor sich hin und man kann in der Zeit putzen oder für die Uni lernen 😉
Klassisch - perfekt für den Herbst und Winter 

Zutaten für 4 Personen:
2-3 EL ÖL
150 g Tellerlinsen
6 Kartoffeln
1 große Zwiebel
1 Stange Lauch
6 Möhren
125 g Speck, gewürfelt
4 Würstchen (bei mir Geflügel)
ca. 1 Liter Geflügel-oder Gemüsebrühe (ggf. mehr, je nachdem wie viel Wasser die Linsen aufnehmen und wie flüssig man es mag)
1/2 Bund Petersilie, gewaschen und gehackt
Kreuzkümmel, gemahlen
Salz & Pfeffer
1 Prise Zucker

Zubereitung:
Die Tellerlinsen unbedingt unter fließendem Wasser abspülen und dann abtropfen lassen.
Das Gemüse vorbereiten: Kartoffeln und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Lauch waschen, waagerecht halbieren und in Ringe schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln.

In einem großen Topf Öl erhitzen. Die Zwiebel zufügen und glasig andünsten. Den Speck zugeben und beides anbraten. Anschließend das Gemüse zufügen und mehrere Minuten anschwitzen. Danach die Linsen hinzugeben. Mit Brühe ablöschen. Alles 30 Minuten kochen lassen bis die Linsen gar sind. Den Eintopf mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Gehackte Petersilie zufügen. Zum Schluss die Würstchen in Scheiben schneiden und in der Suppe warm werden lassen.
Der Eintopf schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag noch mindestens genauso gut :)

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Montag, 14. Oktober 2019

Arancini di riso - italienisches Street Food auf die Hand!

Letzte Woche habe ich relativ spontan eine Anfrage für einen Street Food Kochkurs bekommen. Ich hatte drei Tage Zeit mir Rezepte zu überlegen. Gar nicht so viel Zeit, wenn man sie nicht nur heraussuchen, sondern auch Probekochen bzw. backen möchte. Aber da Rezepte recherchieren sowie eine meiner liebsten Beschäftigungen ist und Kochen und Backen ebenso, war es gar nicht so schwierig 😉
Auf die Arancini di riso von heute bin ich relativ schnell gestoßen. Und zufälligerweise standen diese schon sehr lange auf meine Nachkochliste! Also ran den Herd und nachgemacht, dachte ich mir. Bei Arancini handelt es sich um frittierte Reisbällchen. Klassischerweise werden sie wohl mit Hackfleisch und Erbsen gefüllt oder auch mit Schinken und Mozzarella. Ich habe mir für die erste Variante entschieden, die zweite wird aber beim nächsten Mal ausprobiert! Frittiert habe ich die Reisbällchen jedoch nicht in einer Fritteuse, sondern im Kochtopf. Klassischerweise wird der Reis auch mit Safran eingefärbt. Da Safran jedoch ein doch recht teures Gewürz ist, habe ich stattdessen Kurkuma verwendet für die gelbe Färbung.

Klassisches Street Food aus Italien - gar nicht so schwer wie es aussieht

Zutaten für 12 Stück
Reismasse:
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
350 g Risotto-oder Milchreis
ca. 600 ml Gemüsebrühe
0,5 TL Kurkuma, gemahlene
125 g  Ricotta
1 Ei

Füllung:
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
200 g Hackfleisch
2 kleine Möhren
Oregano
Salz & Pfeffer
100 g Erbsen
2 EL Tomatenmark
2 Strauchtomaten 

Zum Panieren:
100 g Mehl
2 Eier, verschlagen
ca. 120 g Paniermehl

Außerdem:
ca. 600 ml Rapsöl zum Frittieren

Zubereitung:
Zuerst die Reismasse herstellen. Dafür eine Pfanne mit Öl erhitzen und eine fein gewürfelte Zwiebel darin glasig andünsten. Den Reis zugeben, einige Minuten ebenfalls andünsten und dann nach und nach mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurkuma zufügen. Den Reis solange köcheln lassen bis er breiig ist, aber dennoch etwas Biss hat. Etwas herunterkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung herstellen. Hierfür ebenfalls eine Pfanne mit Öl erhitzen und eine Zwiebel darin glasig andünsten. Das Hackfleisch zugeben und anbraten bis es gar ist. Die Möhren raspeln und dazugeben, ebenso Tomatenmark. Die Tomaten fein hacken und zufügen. Das Ganze etwas einköcheln lassen und mit den Gewürzen abschmecken. Erbsen zugeben.

Wenn die Reismasse nun etwas erkaltet ist, den Ricotta und das Ei untermischen. Die Masse sollte gut formbar sein und klebrig. Nun einen Esslöffel Reis zwischen den Händen plattdrücken. Einen Esslöffel Füllung mittig platzieren und wieder etwas Reis zu einer Platte formen und auf die Füllung setzen. Die Seiten andrücken, sodass die Füllung nicht entweichen kann. Die Reiskugeln erst in Mehl wälzen, dann in den verquirlten Eiern und schlussendlich im Paniermehl wälzen.

Einen kleinen Kochtopf mit dem Rapsöl befüllen und erhitzen. Das Öl ist heiß genug, wenn man einen Stiel eines Holz-Kochlöffels auf den Boden des Topfes hält und Blasen aufsteigen. Die Hitze sofort herunterregeln auf mittlere Hitze. Immer 2-3 Arancini gleichzeitig im Öl ausbacken. Ich wende die Aracini immer mit einer Schaukelle, damit sie von allen Seiten gleichmäßig goldbraun und knusprig werden. Anschließend mit einer Schaumkelle auf ein mit Küchenpapier belegten Teller setzen, damit etwas Fett abtropfen kann.

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Dienstag, 1. Oktober 2019

Rote Bete Salat mit Birne und Preiselbeeren

Das Rezept ist schon ein langjähriger Klassiker in unserer Familie. Zumindest für die, die rote Bete mögen 😉Das Rezept für den fruchtigen Rote Bete Salat schmeckt sowohl mit Apfel als auch mit Birne. Allergiker sollten das Obst vorher einige Minuten erhitzen, damit die allergenen Proteine eliminiert werden. Manchmal reicht es aber auch aus, das Obst zu schälen. Aber das muss jeder selber wissen, wie er es verträgt!

Bei Histaminintoleranz den Essig und den Senf lieber weglassen - dann sollte der Matjes aber auch weggelassen werden. Für ein bisschen Säure ein paar Spritzer Zitronensaft zufügen, sofern verträglich.

Theoretisch kann man das Rezept auch mit der fertig gegarten und vakuumierten Rote Bete aus dem Supermarkt zubereiten. Mir schmeckt die allerdings nicht, deswegen verwende ich immer frische Rüben. Ich habe die Rote Bete früher immer gekocht und nicht wie heute im Ofen gegart. Das Kochen dauert deutlich länger (je nach Knollengröße 1 Stunde oder mehr), da man die Rote Bete als komplette Knolle kocht, während man sie für den Ofen vierteln kann. Der Grund: Schneidet man die Rote Bete an und kocht sie, färbt sich das gesamte Kochwasser pink bis rot, die Rote Bete "blutet" quasi aus. Viele Nährstoffe gehen dann ins Kochwasser über, welches man später verwirft.
So schmeckt der Herbst - mit Matjes und Salzkartoffeln eine sättigende und gesunde Mahlzeit - gut vorzubereiten

Für 4 Portionen:
500 g rote Bete
2 EL Preiselbeerkompott
1 TL Senf
2 EL Apfelessig
2 EL Rapsöl
1 TL mittelscharfer Senf
Salz & Pfeffer
2 Birnen (alternativ Äpfel)

Dazu dazu:
Matjes und Salzkartoffeln

Zubereitung:
Die Rote Bete entweder im Ofen (geschält und halbiert oder geviertelt, mit wenig Öl bestrichen) oder in Wasser (ungeschält, im Ganzen) garen. Im Ofen dauert das Garen bei 200 Grad 30 Minuten, im Wasserbad bei mittlerer Hitze je nach Größe der Knolle schon mal gut eine 1 Stunde. Im Ofen zubereitet schmeckt die Rote Bete intensiver.
Die geschälte Rote Bete nach dem Garen etwas auskühlen lassen und in Würfel schneiden. Birne waschen und je nach Sorte schälen (bei manchen Sorten ist die Schale etwas hart und schmeckt nicht so gut) und ebenfalls würfeln. Mit der Roten Bete vermengen. Die restlichen Zutaten zu einem Dressing verrühren und zu dem Gemüse und Obst geben. Alles vermengen und einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Der Salat hält sich im Kühlschrank abgedeckt zwei Tage.

Dazu passen frisch gekochte Salzkartoffeln und Matjes.

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