Sonntag, 4. September 2016

Ofenkartoffeln mit Paprika-Mais-Rührei {Bunte Resteküche}

Ich würde ja gerne sagen können: 
Meine Rezepte sind immer gut durchdacht und geplant, die Geschmäcker hervorragend aufeinander abgestimmt, alle Zutaten sind saisonal und regional und sind noch keine 24 Stunden vom Feld weg.
Stattdessen denke ich mir: „Hm, ich habe Lust auf Ofenkartoffeln. Aber ich habe noch angeschnittene Paprika übrig und vor zwei Tagen habe ich eine Dose Mais aufgemacht, die müsste auch mal verarbeitet werden. Aber Mais im Ofen? Oh, da fällt mir ein, dass ich noch Eier im Kühlschrank habe, die auch in den nächsten Tagen mal verbraucht werden müssten. Aber Spiegelei? Nö, keine Lust. Aber Rührei! Rührei mit Paprika & Mais! Und dazu Ofenkartoffeln mit Zwiebeln und einer kleinen Zucchini, die auch schon mal bessere Tage gesehen hatte.
Während der Zubereitung schmeiße ich dann nochmal alle Pläne über den Haufen und am Ende kommt manchmal etwas Ganz anderes raus, als ursprünglich geplant

🙈
Aber das zeigt ja auch wieder, das spontane Rezepteinfälle durchaus Potential haben und das man nicht immer so genaue Rezeptangaben braucht, sondern auch einfach das in die Pfanne/in den Ofen werfen kann, was gerade so in der Küche herumfliegt ;)
Glutenfrei - sättigend - mediterran


Zutaten (für eine große Portion)
Für das Ofengemüse:
3 mittelgroße Kartoffeln (in Spalten geschnitten)
1 Zwiebel (in Ringe geschnitten)
1 kleine Zucchini (in Scheiben geschnitten)
1-2 EL Olivenöl
Meersalz
Paprikapulver
italienische Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Thymian und Basilikum (getrocknet)
1 Msp. Piri Piri

Für das Rührei:
1 glückliches Ei
1-2 EL Milch (funktioniert aber auch ohne - Für Euch getestet ;)
2 EL Mais
½ Paprika (in kleine Würfel geschnitten)

Tomatensauce oder Ketchup (optional)

Zubereitung:
Für die Kartoffelecken aus dem Ofen, die Kartoffeln schälen und in dicke Stäbchen schneiden. In einer großen Schüssel Olivenöl und Kräutersalz verrühren und die Kartoffelspalten darin wenden. Die gewaschene und in Scheiben geschnittene Zucchini dazugeben und vermengen.
Die Zwiebel abziehen, in Ringe schneiden und ebenfalls im Öl wenden.

Alles auf ein Backblech geben oder ein eine Auflaufform  und bei 200°C für ca. 30 Minuten garen (die Kartoffeln sollten weich sein).

Währenddessen für das Rührei, die Paprika waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. In einer Pfanne wenig Öl erhitzen und die Paprika darin andünsten, Mais dazugeben. Das Ei in ein kleines Gefäß schlagen, die Milch dazu ebenso eine Prise Salz,  alles verrühren und über das Gemüse gießen. Das Ei kurz anstocken lassen, und dann mit dem Pfannenwender das Rührei hin-und herschieben, bis es gar ist.

Ofengemüse auf einen Teller geben, Rührei dazu und wer mag, kann noch etwas Tomatensauce oder Ketchup daraufgeben ;) 

Seid Ihr in der Küche total gut organisiert oder auch eher chaotisch veranlagt? ;)

Donnerstag, 1. September 2016

Basmati-Haferflocken-Reis mit Kohlrabi-Schnitzel

Wisst Ihr was mich an diesem Rezept stört? 
Das ich keine frische Petersilie als Deko hatte :P
Aber andererseits: Wenn es hier perfekt aussehen würde, wäre es ja keine Studentenküche
Nicht wahr? ;) 
Das Gericht hier ist im Gegensatz zu den meisten anderen Rezepten hier eine Müh aufwendiger, zumindestens bilde ich mir das ein, weil ich Topf & Pfanne zweimal gebraucht habe :P
Aber letztendlich ist es wirklich einfach und schnell gemacht: Einfach Reis kochen, währendessen die Haferflocken anrösten, Kohlrabi schneiden, kochen und einmal die Panierstraße hochjagen.
Schon habt Ihr köstliche, vegetarische Schnitzel mit Reis der besonderen Art!
Habt Ihr schon mal Haferflocken-Reis ausprobiert? Zuerst konnte ich mir das nicht richtig vorstellen, aber nachdem ich es einmal gemacht habe, bin ich hin und weg von der Idee!
Entweder Ihr lasst es so pur (die Butter und der Honig mit der Prise Salz geben schon einen guten Geschmack) oder Ihr würzt es noch mit Paprika, Zimt (ja, manchmal muss man sich was trauen) oder Curry.
Passt alles!

vegetarisch -  knusprig - Gemüse gut versteckt


Zutaten
Für den Haferflocken-Reis:
50 g Basmatireis
1/4 TL Salz
15 g Haferflocken
1/2 TL Honig
1/2 TL Butter
1 Prise Salz

Für die Kohlrabi-"Schnitzel": 
1/2 Kohlrabi
ca. 300-400 ml Brühe
1 Ei
Mehl & Semmelbrösel zum Panieren

Frische Petersilie für die Optik ;)

Zubereitung:
Für die Kohlrabischnitzel den Kohlrabi schälen und in ca. 0,5 - 1 cm dicke Scheiben schneiden (ich habe 4 Scheiben herausbekommen). Einen Topf mit Brühe aufsetzen und die Kohlrabischeiben darin ca. 5 Minuten garen, bis sie bissfest sind. 

Währenddessen den Basmatireis nach der Quellmethode garen, d.h. den Reis ins kochende Salzwasser geben, Hitze auf niedrige Stufe schalten und bei geschlossenem Deckel ca. 12-15 Minuten quellen lassen.

 Als nächstes die Panierstraße aufbauen: Drei gleichgroße Schüsseln (falls man hat ;) nebeneinander stellen. In die erste Schüssel etwas Mehl geben, in die zweite das Ei hineinschlagen und verkleppern und in die dritte Schüssel die Semmelbrösel geben. Den gekochten Kohlrabi nun zuerst im Mehl wenden, dann rundherum mit Ei einstreichen und zuletzt in den Semmebröseln wälzen. Anschließend eine Pfanne mit etwas Öl erhitzen und die Scheiben von beiden Seiten ca. 3 Minuten anbraten.
Zuletzt den Haferflocken-Crunch zubereiten: Dafür die Haferflocken in einer Pfanne 2-3 Minuten anrösten. Butter und Honig sowie die Prise Salz zufügen und alles miteinander mischen. Unter den fertig gegarten Reis unterheben.

Alles auf einem Teller anrichten und mit Petersilie bestreuen!
Habt Ihr schon mal vegetarische Gemüse-"Schnitzel" gemacht?

Montag, 29. August 2016

Crossover-Kitchen: Französisches Ratatouille mit indischem Naan-Brot

Keine Ahnung ob es sich schickt, zwei solche Küchenklassiker wie Ratatouille & Naan von zwei verschiedenen Kontinenten zu kombinieren - aber das habe ich erst gemerkt, als es bereits auf dem Teller lag :P
Von der White Pizza hatte ich nämlich noch Naan-Brot übrig und Brot ist die perfekte Beilage für den französischen Klassiker. Und ein Baguette war nicht in Sicht :P
Ratatouille vereint ja mein liebstes Sommergemüse: 
Aubergine 🍆, Zucchini, Paprika & Tomate 🍅
(Ne Spaß, da gibt es noch mehr!)

Das Naan-Brot ist herrlich easy in der Zubereitung, da der Teig ganz ohne Hefe auskommt und in der Pfanne gebacken wird statt im Ofen!
Denkt dran, den Fladen mit Butter zu bestreichen und mit Knoblauch einzureiben! Wegen dem Geschmack! Und der Knoblauchfahne, mit denen man ungeliebte Mitmenschen in die Flucht schlägt ;)
(Memo an mich selbst: Wenn mal wieder ein schwieriges Gespräch ansteht: Vorher einen Döner oder dieses Ratatouille mit Naan (doppelte Ladung Knochblauch!) essen. Das Gespräch wird gleich viel schneller beendet werden :D )
Zutaten:
1 kleine Aubergine
1 kleine Zucchini
1 rote Paprika
1 Schalotte
1 Fleischtomate
eine Knoblauchzehe
Kräutersalz
Pfeffer
Paprikapulver


Zubereitung:
Zuerst das Gemüse vorbereiten: Dafür Aubergine, Zucchini, Paprika und Tomate waschen. Die Aubergine und die Zucchini in Scheiben schneiden und dann nochmal vierteln.
Die Paprika und die Tomate in kleine Stücke schneiden.
Schalotte abziehen und fein würfeln.
In einer großen Pfanne Olivenöl heiß werden lassen und zuerst die Aubergine und Zucchini. Je nachdem wie groß die Pfanne ist bzw. wie viel Gemüse ihr habt, sollte das in zwei Etappen gemacht werden, dann dauert es nicht so lange.
Als Nächstes die Schalotte und die Paprika anbraten. Wenn diese beiden angebraten sind, die Zucchini und Aubergine dazu geben und zuletzte die Tomatenwürfel und gepressten oder fein geschnittenen Knoblauch unterheben und noch weitere 5 Minuten anschwitzen.
Alles mit Kräutersalz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken und mit dem Naan-Brot servieren.

Donnerstag, 25. August 2016

Feta-Spinat Kaiserschmarrn [Iss mittags wie ein Kaiser…oder war das morgens?!]

Deftiger Kaiserschmarrn? 
Habe ich noch nie von gehört, gesehen und gegessen. 
Ich fühle mich also gerade sehr innovativ und ich glaube, dieses Gefühl lasse ich mir jetzt nicht durch die Google-Suche nach deftigen Kaiserschmarrn (womöglich noch mit Spinat oder Feta oder beiden zusammen) zerstören! ;D
Und wisst Ihr was? Dieser Kaiserschmarrn ist sowas von lecker! 
Also die Kombi (meine Kochkünste möchte ich hier nicht loben, ich kenne mich ja und weiß, wie bedeppert ich mich gerne mal anstelle).
Also falls bei Euch folgende Gleichungen ebenfalls so aussehen - Macht diesen Kaiserschmarrn unbedingt mal nach:
Spinat = 
Feta = 
Pfannkuchen = ❤  
 (ja, diese Liebe ist noch ein bisschen größer als die beiden vorhergegangenen ;)
Das Ganze erinnert mich an Kässpatzn. Und obwohl ich Nordlicht mit westfälischen Einflüssen bin, liebe ich dieses (schwäbische/badische?) Wort: Kässpatzn!
Ich hoffe, Ihr kennt sie, wenn nicht, sage ich nur folgendes. Handgeschabte Spätzle mit Käse und Zwiebeln, die in guter Buter und Semmelbröseln angebraten werden. 
Freakin' Good! :)
Ja und so ein bisschen wie dieser südliche Klassiker ist das hier. Sind ja beides Mehlspeisen, nech? ;)

Ich habe dafür mein absolutes All-Time- Favourite-Pfannkuchen/Pancake-Rezept ausprobiert, was ich immer immer immer so mache. Einfach weil es mir so am besten schmeckt. Sehr wichtig ist hierbei, dass Ihr das Ei vorher wirklich trennt (das verkraften sowohl Eiweiß als auch Eigelb) und das Eiweiß dann erstmal separat steifschlagt (keine Sorge, dass tut ihm nicht weh. Es ist kurz und…ähm schmerzvoll).
Und unbedingt Mineralwasser nehmen! Leute, der Teig wird so luftig dadurch! Das schafft keine Milch (auch keine pflanzliche :P). Aber natürlich darf auch ein bisschen Backpulver  mit von der Partie sein. Ich nehme auch immer Dinkelmehl, aber Weizen funktioniert genauso gut. Sind ja beide aus einer Familie ;)

Wenn Ihr dann den Pfannkuchenteig fertig angerührt habt, gebt Ihr den Teig ganz normal in eine heiße Pfanne mit etwas Rapsöl und backt ihn ein wenig an. Und dann kommt der Spinat, denn Ihr vorher bitte in der Mikrowelle oder einem Topf erhitzt bzw. wenn Ihr frischen verwendet (sehr löblich ;) in einer Pfanne schwenken, bis er zusammenfällt vor Schreck.
Den Spinat also auf den Pfannkuchenteig geben, ebenso den Feta (vorher zerbröseln und nicht den ganzen Klotz draufwerfen, okay? ;)
Zutaten (für 1 große Portion):
70 g Mehl (bei mir Dinkel Typ 1050)
15 g zarte Haferflocken
1 glücklich-freilaufendes Ei (dessen männliche Geschwister hoffentlich nicht „eliminiert“ wurden oder dessen Schnäbel gekürzt wurden! :‘o)
1 Msp Backpulver
125 ml Mineralwasser
1 Prise Salz

ca. 75-100 g Spinat
 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
50 g Feta (oder etwas mehr ;)

Zubereitung:
Den Spinat in der Mikrowelle oder einem Topf erhitzen, bzw. wenn Ihr frischen verwendet in einer Pfanne kurz anschwitzen, bis er zusammen gefallen ist.

Für den Pfannkuchenteig das Ei trennen. Eiweiß in einem kleinen Gefäß steifschlagen mit einer Prise Salz. In einer weiteren Schüssel, die gerne etwas größer sein darf, nun Mehl, Haferflocken, Mineralwasser, Backpulver und das Eigelb verquirlen. Den Eischnee mit einem Teigschaber vorsichtig und mit Gefühl unterheben
Eine große Pfanne mit etwas Rapsöl erhitzen. Den Teiges hineingießen und kurz anbacken lassen.
Den Spinat und die Zwiebeln nun auf dem Pfannkuchen verteilen. Feta zerbröseln und ebenfalls darübergeben.
Mit dem Pfannenwender das Kunstwerk auseinander und in der Pfanne hin und her schieben, bis der Teig gar ist.
Fertig! :)

Sonntag, 21. August 2016

Easy Going: Hasselback Potatoes & Tomatoes

NIchts gegen Ofenkartoffeln, aber wie schon bei der White Naan Pizza mit Ricotta: 
Manchmal brauche ich ein bisschen Veränderungen auf meinem Teller (wäre auch komisch wenn nicht, ein Foodblog bedingt so etwas ja geradezu ;)
Deshalb heute: Hasselback Potatoes!
Hassel-was?! 
Na ja oder nennen wir das Kind einfach Fächer-Kartoffeln. 
Oder Arkodeon-Kartoffeln. 
Wie Du magst!
Diese Fächerkartoffeln sind doch ein kleiner Hingucker und wisst Ihr wie man darauf einen großen Hingucker macht?
Jep, man fächert einfach alles, was der Gemüsevorrat hergibt!
Wie wäre es mit Hasselback-Möhren, Zucchini, Aubergine und und und?
Oder mit Tomaten und einer Füllung aus Grillkäse, der auch wirklich vom Grill kommt und nicht wie bei mir aus der Pfanne (mangels Schönwetter ;)
Aber noch ein kleiner Tipp: Nach dem Aufenthalt im Backofen das Gemüse vorsichtig auf den Teller platzieren. Ich war wieder mal etwas übermütig (und das Blech zu heiß) und habe erstmal meine Möhre auf den Teller geworfen, die dann in drei Teile zerbrochen ist und somit nicht mehr zu Fotozwecken genutzt werden konnte...
glutenfrei - wenig Aufwand - Grillbeilage - mit vielen Gemüsesorten möglich!

Zutaten
Für die Hasselback Potatoes:
Kartoffeln (Menge nach Hunger und Anzahl der Esser)
Kräutersalz
Pfeffer
Butter (Kräuterbutter klappt auch) oder gutes Olivenöl

Für die Hasselback Tomatoes:
pro Person eine Fleischtomate
Kräutersalz
Pfeffer
Italienische Kräuter wie Oregano, Majoran und Thymian
Grill-oder Pfannenkäse oder auch Feta
Zum Marinieren des Käses: Paprikapulver, Pfeffer und weitere Kräuter

Zubereitung:
Die Kartoffeln gut waschen und mit einem Messer in dünne Scheiben schneiden, aber nicht ganz durchschneiden!
Die Fächerkartoffeln auf ein Backblech setzen, mit Salz & Pfeffer würzen und einem kleinen Klecks Butter versehen.
Alles im vorgeheizten Ofen bei 200°C für ca. 45 Minuten garen.
Ich empfehle eher kleine bis mittlere Kartoffeln zu nehmen, die dauern logischerweise nicht so lange wie die dicken Kartoffeln.

Währenddessen den Käse mit den Gewürzen marinieren und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten.
Die Tomaten waschen und ebenfalls - wie bei den Kartoffeln - in dünne Fächer schneiden, aber halt nicht ganz durch ;)
Den Grill-oder Pfannenkäse in Scheiben schneiden (ja, dieses Mal ganz durch!) und zwischen die Tomatenfächer setzen. Kurz bevor die Kartoffeln fertig sind, die Tomate in den Ofen setzen, damit der Käse nochmal erwärmt wird.

Falls die Kartoffeln zu trocken sein sollten, setzt nach dem Backen noch ein ein paar Butterflöckchen drauf oder serviert das Ganze mit einem Kräuterquark!